Absolventen aus 9. und 10. Klasse in der Mensa, vorne, von links: Felix Kroschweski, Alexandra Sing, Robert Axtner
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Absolventen aus 9. und 10. Klasse in der Mensa, vorne, von links: Felix Kroschweski, Alexandra Sing, Robert Axtner.

Historischer Jahrgang

Zeugnisvergabe an der Mittelschule Bergkirchen: „Wir haben das Beste draus gemacht“

Die 9. und 10. Klassen der Mittelschule Bergkirchen haben ihre Zeugnisse überreicht bekommen. Doch die Vergabe lief dieses Jahr etwas anders ab, als sonst. 

Bergkirchen – In Corona-Zeiten läuft alles anders: So fand die Zeugnisübergabe für die Absolventen der beiden Abschlussklassen 9 und M10 der Mittelschule Bergkirchen unter Einhaltung des Mindestabstands in der geräumigen Mensa statt.

Es gab viel Grund zum Feiern, weil alle den Abschuss schafften und fünf Schulabgänger durch Höchstleistungen glänzten und zu den Landkreisbesten gehören. Doch nur zwei waren in den Sparkassensaal eingeladen.   

Wegen der Dominanz der Bergkirchner Schüler könnte die Veranstaltung des Landratsamtes doch gleich nach Bergkirchen verlagert werden, meinte Felix Kroschewski, der die Leitung der M 10 stellvertretend für den erkrankten Kollegen Klaus Nefzger übernommen hatte. „Wir sind stolz auf den historischen Jahrgang, der in der Pandemie aus dem Abschluss das Beste gemacht hat“, sagte Kroschweski.

In der M10 mit dem Mittleren Bildungsabschluss waren alle 24 Absolventen erfolgreich, in der 9. Klasse mit 14 Schulabgängern und dem Klassenleiter Frank Heizenröder schafften fast alle den „Quali“. Mit einem Schnitt von rund 90 Prozent liege die Schule hier weit über bayerischen Schnitt von etwa 60 Prozent, sagte Kroschewski. Sein Rat zum Schluss: „Die beiden Begriffe Change und Chance solltet Ihr immer im Kopf haben“, denn Veränderung bringen neue Möglichkeiten.

„Ich bin stolz auf Sie alle“, erklärte Bergkirchens Bürgermeister Robert Axtner in seiner ersten Rede aus diesem Anlass, in der Schule, die er selbst als Grundschüler besucht hatte. Weil er in seiner Schulzeit als Einziger in der Klasse schon zwei Computer besaß, seien Hausaufgaben und Lernen „sehr zur Freude seiner Eltern“ eher Nebensache gewesen. Nun als Vater von zwei Kindern versetze er sich in die Lage der Lehrer und Eltern, denen er für ihre „Arbeit, Geduld und Motivation“ dankte: „Sie haben Großartiges geleistet“.

Rektor Roland Grüttner hatte zunächst sehr witzig mit Wortspielen und Zitaten die Leiden der Lehrer mit desinteressierten, gelangweilten Schülern und Morgenmuffeln in den Vordergrund gerückt, um nun „an den gesunden Menschverstand der Schüler zu appellieren, hinter die Kulissen zu schauen“. Und: „Think! It’s not illegal, yet“. Auch sollte jeder „zu seinem Mist stehen“. Für die Suche auf dem Weg, „das Richtige zu tun“, wünschte er den Absolventen „viel Kraft, Liebe und Freude“.

Die Schülersprecherinnen Elisa Streng (M 10) und Pelin Yildiz (9. Klasse) waren sich einig: „Wir sind froh, alles überstanden zu haben. Wir haben das Beste daraus gemacht“. Ihr Dank galt den Lehrern, die es mit ihnen nicht immer leicht gehabt hätten. Sie kamen aber zu dem Schluss, sich in Bergkirchen sehr wohlgefühlt zu haben.

Bürgermeister Axtner ehrte die Schulbesten aus beiden Klassen zusammen mit Rektor Grüttner. Mit der Note von 1,1 krönte Nicolas Brütsch, nach dem guten Abschneiden im Vorjahr in der Neunten, nun seinen Abschluss in der M 10. Ausgezeichnet wurden ferner: Benedikt Sextl, Lukas Wimmer, Liesbeth Prechtel und Fenja Schlag. Die Zeugnisübergabe der Klassenlehrer durch Frank Heizenröther und Felix Kroschewski, Rektor Grüttner und der Elternbeiratsvorsitzenden Alexandra Sing erfolgte in bunter Reihenfolge.

Ehrung durch den Bürgermeister, von links: Robert Axtner, Nicolas Brütsch, Fenja Schlag, Liesbeth Prechtl, Lukas Wimmer, Benedikt Sextl und Rektor Roland Grüttner.

Doch Sing jagte den Neunt- und Zehntklässlern zuvor noch einen großen Schrecken ein, indem sie ein hereingereichtes Schreiben aus dem Kultusministerium verlas. Das besagte, dass 30 Stunden Wasserlehre, ein durch Corona ausgefallenes Pflichtfach, in der kommenden Woche nachgeholt werden müssten und die Zeugnisübergabe verschoben würde. Betretene Gesichter und Nachfragen. Dann die Erlösung: „Jetzt haben wir Euch mal einen Streich gespielt“.

Ingrid Koch

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