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Franz Marienfeld , hier bei einem Woipadinga-Treffen im Kreuzhof.

Birkenhof/Eschenried

Große Trauer um Franz Marienfeld

Über fünf Jahrzehnte hat er seinen Verein geprägt: RW Birkenhof trauert um Franz Marienfeld. Der langjährige Vereinschef starb im Alter von 82 Jahren.

VON INGRID KOCH

Eschenried – Der Eschenrieder Sportverein Rot-Weiß Birkenhof trauert um Franz Marienfeld. Der ehemalige Vorsitzende starb am 5. September im Alter von 82 Jahren in einer Münchener Klinik.

Mehr als 50 Jahre hat der Marienfeld Rot-Weiß Birkenhof mitgeprägt, zuerst als Spieler, dann als technischer Leiter und von 1992 bis 2009 als Vorsitzender. 1992 trat er die Nachfolge von Helmut Bäuml senior an.

„Birkenhof ging ihm über alles“, sagt der amtierende Vorsitzende Wilhelm Erhard. „Anfang der letzten Woche habe ich ihn in Birkenhof noch in der Rentnerrunde getroffen“, berichtet er. Und: „Er machte, so lange er die Kraft dazu hatte, täglich seine Runde auf der Anlage, um zu schauen, ob alles funktioniert.“

Bis zum Tode von Altbürgermeister Hubert Huber im Dezember 2017 traf sich Marienfeld jeden Dienstag im Sportheim mit dem ehemaligen Gemeindechef. Die beiden waren Wegbereiter für den drittgrößten Sportverein am Rande der Gemeinde Bergkirchen gewesen.

Seit 1988 war Marienfeld für lange Zeit aktives Mitglied bei den Böllerschützen des Schützenvereins Spielhahn Gröbenried, außerdem Obmann der Vereine im Moos. So organisierte er beispielsweise die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal in Eschenried und war Sprecher der Vereine. Dazu gehörten außer den hiesigen Schützenvereinen Spielhahn und D’Wildschützen, der Freiwilligen Feuerwehr Eschenried-Gröbenried und den Amper-Musikanten auch die Freiwillige Feuerwehr Graßlfing und der Schützenverein Frischauf Graßlfing. Marienfeld lebte in Neu-Esting.

Das Vereinsleben lag Marienfeld generell sehr am Herzen. Er war ein geselliger und großzügiger Mensch. So spendete er den Stockschützen, einer Abteilung von Rot-Weiß Birkenhof, erst unlängst einen neuen Wanderpokal für das jährlich ausgetragene Moosturnier.

Und da gab es noch etwas, das er sehr schätzte: Bis zum Schluss versäumte Marienfeld möglichst kein Treffen mit den „Woipadinga“ beim Stammtisch im Kreuzhof zur Pflege des Brauchtums. Seit Mitte der 1960er Jahre trafen sich jeden Freitag Männer aus unterschiedlichen Berufen zum Weißwurstessen im Kreuzhof. Ihr Sprecher war auch Franz Marienfeld.

Der Termin für die Urnenbeisetzung ist noch nicht bekannt.

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