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Bürgermeister-Kandidat in Bergkirchen: Robert Axtner. 

Gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von CSU und Freie Wähler Bergkirchen

Bürgermeisterwahl 2020: Robert Axtner benennt seine Wahlziele

Er ist in Bergkirchen der Bürgermeisterkandidat für jedermann: Jetzt wurde Robert Axtner auch von der Freien Wählergruppe nominiert. Gelegenheit, ein paar Wahlziele zu benennen. Und den Gemeinderat für seine Arbeit zu loben.

VON SIMONE WESTER

Bergkirchen – „I am the normal one“ – so beschrieb sich Bürgermeisterkandidat Robert Axtner bei der Nominierungsversammlung der Freien Wählergruppe im Gasthof Groß in Bergkirchen. Der CSU-Mann bekam an diesem Abend wie erwartet auch die Unterstützung der Wählergruppe. Das Zitat hatte sich Axtner bei Fußballtrainer Jürgen Klopp entliehen. Trotz gut vorbereiteter Rede erzählte Axtner frei von der Leber weg, präsentierte Fakten und seine Ziele für die Gemeinde Bergkirchen.

Der zweifache Familienvater, der sich auf der Versammlung bei seiner Frau Katharina für ihre große Unterstützung bedankte, sitzt seit 2014 im Gemeinderat und ist seitdem auch der erste 3. Bürgermeister in der Geschichte Bergkirchens. Teil eines solchen Gremiums zu sein, war Axtners Ziel, seit er 20 Jahre alt war, verriet er den Zuhörern. Und: Die „unglaublichen Menschen in Bergkirchen“ hätten ihn dazu inspiriert, Bürgermeister Simon Landmann nachzufolgen.

Axtner schwärmte von der guten und harmonischen Atmosphäre im Bergkirchner Gremium, in dem engagiert diskutiert, aber nie gestritten werde. Im Gemeinderat werde nie auf die Fraktionszugehörigkeit, sondern nur auf das Wohl der Bürger geschaut. „Mein Ziel ist eine lebenswerte Zukunft, die ländlich geprägt ist“, so Axtner. Deshalb will er auch den Zuzug aus Dachau und München beschränken. Vielmehr will er mehr bezahlbaren Wohnraum für einheimische Familien und Senioren schaffen und für mehr gemeindliche Wohnungen sorgen. Die aktuell acht Wohnungen seien viel zu wenig, auch im Hinblick auf dringend benötigtes Kita-Personal, das man mit solchen Vergünstigungen besser anwerben könne.

Kommunalwahl 2020: Axtner will Modell Handwerkerhof stärken

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei der Ausbau der „Erfolgsgeschichte“ Gada. Von den 8,5 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen, stammten lediglich 2,4 Millionen aus dem Bergkirchner Gewerbegebiet. Man brauche jedoch mehr Einnahmen, um die Ausgaben zu decken, anstatt den Rotstift anzusetzen – unter anderem, um die Verbindlichkeiten, die sich bald auf über 10 Millionen Euro beliefen, in den Griff zu bekommen.

Auch für das Modell des Handwerkerhofs, bei dem in Gada gearbeitet und gewohnt werden könne, will sich Robert Axtner stark machen. Die 70 Vereine im Gemeindegebiet dürfen ebenso auf seine Unterstützung zählen. „Ohne Vereine ist hier nix los“, lobte er die rege Vereinsarbeit in der Gemeinde.

Das Thema Energie und Ökologie sparte der Bürgermeister-Kandidat für die Kommunalwahl 2020 ebenfalls nicht aus. Bereits jetzt spare die Gemeinde 10 000 Tonnen CO2 pro Jahr durch Fernwärme ein, verkündete er stolz. Beim Strom wolle man eine 100-prozentige Deckung erreichen, etwa durch Photovoltaik-Anlagen auf den Freiflächen entlang der A8.

Beim Thema Verkehr sprach Axtner ehrlich aus, er habe keine Musterlösung, denn es gehe nicht in Eigenregie der Gemeinde. Er wolle sich aber für den Ausbau des Radwegenetzes einsetzen und prüfen, ob es eine S-Bahnmöglichkeit entlang der A8 gebe.

Bei all seinen Vorhaben bat der 44-jährige Familienvater um „Geduld, bis man die ersten Resultate sieht“. Er brauche mindestens ein Jahr Zeit, bis er sich im Fall einer Wahl zum ersten Bürgermeister eingearbeitet habe.

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