Neubaugebiet
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So könnte der Handwerkerhof aussehen, der in Neuhimmelreich jetzt geplant wird.

Zukunftsweisende Bebauung

Chance für kleine Handwerksbetriebe - Gemeinde Bergkirchen plant Handwerkerhof in Neuhimmelreich

In Neuhimmelreich soll bald ein Handwerkerhof gebaut werden, in dem vor allem kleinere und lokale Betriebe einen Platz finden sollen. Zusätzlich entstehen Wohnungen.

Bergkirchen – Zukunftweisende Bebauung im Moos: Begonnen hat die Gemeinde Bergkirchen die Planung für den Handwerkerhof an der Eschenrieder Straße in Neuhimmelreich mit dem Grundstückskauf im Jahre 2017. Das Ziel ist, wie es auf der Homepage heißt, „dem wachsenden Bedarf an Gewerbeflächen für kleinere Handwerksbetriebe gerecht zu werden und gleichzeitig durch den Zusammenschluss die Marktpräsenz, Kooperation und Innovation der Handwerksbetriebe zu fördern“. Der neue Handwerkerhof „soll durch eine einheitliche und optisch ansprechende Gestaltung der Baukörper und Fassaden eine eigene, klar erkennbare Identität erhalten und der ländliche Charakter nicht außer Acht gelassen werden“. Neben den gewerblichen Nutzungen wird eine lebendige Nutzungsmischung mit Wohnungen für Betriebsleiter, Aufsichtspersonal und Betriebsangehörige angestrebt.

Die bauliche Nutzung war bisher als „private Grünfläche“ festgesetzt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden dazu mehrere Beschlüsse gefasst und mit der Flächennutzungsplanänderung das Büro Marion Linke + Markus Kerle beauftragt.

Auf dem Grundstück soll mit dem Handwerkerhof „etwas Besonderes, was es bisher noch nicht gab“ entstehen, oder um Gemeinderat Erich Oßwald zu zitieren, es werde „ein Schmuckstück.“ „Wir werden dadurch das Moos aufwerten, eventuell die Busanbindung verbessern und sogar Fernwärme in Betracht ziehen“, sagte Oßwald.

Aufgrund des großen Planungsaufwands und der Unwägbarkeiten rechnet Bürgermeister Robert Axtner mit drei Jahren, bis alle Stellungnahmen und Einwände der immerhin 70 Träger öffentlicher Belange und aus der Nachbarschaft berücksichtigt worden sind. „Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich zu äußern. Überraschungen sind eingeplant“, so Axtner, denn bekanntlich stößt die Baumaßnahme im Moos nicht überall auf Begeisterung. Bevorzugt werden sollen Betriebe aus der Region, „eine Durchmischung von Handwerksbetrieben“.

Einschränkungen gibt es unter anderem, was die Wohnnutzung betrifft. „Wir werden anwaltlich begleitet, was wir wollen oder nicht“, so Axtner.

Bauamtsleiterin Christine Ramsteiner erklärte die qualitativ hochwertige Bauweise des flächensparenden Bauvorhabens mit mehrgeschossiger Halle, die Nutzung sowie die hohen Lärmschutzauflagen im Hinblick auf den Verkehrslärm von der Bundesstraße B 471. Auf einer Grundfläche von etwa 14 000 Quadratmetern sollen sechs bis acht Gewerbeeinheiten unterschiedlicher Größe errichtet werden.

Weil das Bauvorhaben im Gemeinderat, wenn auch nicht öffentlich, bereits vorab ausgiebig behandelt worden war, gab es ohne Diskussion mehrere einstimmige Beschlüsse:

Gefasst wurden neben dem Beschluss zur Flächennutzungsplanänderung der Aufstellungsbeschluss des vorhabenbezogenen Bebauungs- und Grünordnungsplans Nr. 7 sowie der Billigungs- und Auslegungsbeschluss. Dem Planungsauftrag wurde zugestimmt.

Erwähnt wurde in der Sitzung nicht der Investor. Das ist die Firma „hoch 3 Gewerbebau“ aus Oberschleißheim, die die Vermarkung übernimmt. Auch der Kaufpreis kam nicht zur Sprache. Die Gemeinde behält sich ein Mitspracherecht bei der Veräußerung vor.

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