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Haushalt 2022: Bergkirchen bleibt finanzstark

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Geldscheine
Geldscheine liegen auf einem Tisch. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Der Gemeinderat Bergkirchen hat den Haushalt 2022 einstimmig verabschiedet. Hohe Einnahmen gibt es über die Gewerbesteuer.

Bergkirchen – Die Gemeinde Bergkirchen ist wie in den Jahren zuvor gut aufgestellt und finanzstark. So präsentiere Bürgermeister Robert Axtner voller Stolz im Gemeinderat den Rekordhaushalt für 2022 mit einem Volumen von 33,48 Millionen Euro.

Der Verwaltungshaushalt schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 25 185 900 Euro und der Vermögenshaushalt mit 8 294 600 Euro ab. Auf 51 Seiten hat Kämmerer Alto Weigl den Etat über mehrere Monate zusammengestellt. Dafür erntete er in Abwesenheit großes Lob vom Bürgermeister als auch vonseiten des Gemeinderats, der dem Haushalt ohne Diskussion zustimmte, denn in Vorberatungen waren bereits alle Entscheidungen getroffen worden.

Axtner sagte: „Wir haben keine Schattenhaushalte, und trotz der hohen Investitionen in 2021 ist keine Kreditaufnahme erfolgt.“ Starke Gewerbesteuereinnahmen gab es 2021, und für 2022 gehe man ebenfalls von einer positiven Entwicklung aus, „so lange die Wirtschaft läuft“. Der im ersten Pandemiejahr plötzliche Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen sei im vergangenen Jahr vollständig ausgeblieben. Vielmehr sei es durch das gezielte Ansiedeln neuer mittelständischer Betriebe gelungen, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sogar auszubauen. „Im vergangenen Jahr konnte die Gemeinde hier eine neue Rekordeinnahme in Höhe von 10,4 Millionen Euro verbuchen“, sagte Kämmerer Weigl.

So war die Gemeinde Bergkirchen denn die einzige Kommune im Landkreis Dachau, die auf staatliche Ersatzleistungen aufgrund von Gewerbesteuerausfälle verzichten konnte. In Anbetracht der ausgezeichneten Finanzkraft erhielt Bergkirchen 2021 – analog zu den Vorjahren – keine Schlüsselzuweisung.

Die Einkommensteuerbeteiligung lag wegen Kurzarbeit unter Plan, konnte jedoch kompensiert werden. Sie betrug 6,77 Millionen Euro und stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 400 000 Euro

Die Personalkosten werden von 2021 6,4 Millionen auf heuer 6,7 Millionen Euro steigen. Das hat unter anderem mit der Aufstockung des Personals für das Kinderhaus in Günding zu tun, das gerade erweitert wird. Es sei leichter, ein Kinderhaus zu bauen, als auf dem leer gefegten Markt trotz guter Bezahlung Personal zu finden, erklärte Axtner. Insgesamt beschäftigt die Gemeinde 157 Mitarbeiter, darunter 73 Beschäftigte in den Kitas,

Wie Axtner mitteile, erfolgt eine Zuführung von einer Million Euro vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt und ferner eine Rückzahlung von 800 000 Euro der Verbindlichkeiten auf dann 4,7 Millionen Euro (Ende 2022). Die Kreisumlage ist mit 8,3 Millionen Euro angesetzt.

An großen Investitionen sind geplant: 266 000 Euro Kinderhaus Günding, 390 000 Euro Kehrmaschine und Schmalspurfahrzeug für den Bauhof, 400 000 Euro Erweiterung P+R Parkplatz Unterbachern, 250 000 Euro für LED-Austausch.

Das letzte Wort hatte der langjährige Gemeinderat Thomas Heitmeier. Vorab sei im neuen Gemeinderat mehr denn je diskutiert worden. Er verwies auf die vor Jahren getroffenen zukunftsweisenden Entscheidungen, einmal im Hinblick auf die beachtlichen Steuereinnahmen aus den Unternehmen im Gada-Gewerbegebiet und aufgrund des Ukraine-Kriegs auf das „Mega-Projekt Fernwärme“.

Ingrid Koch

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