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Viele haben Ausbildungsverträge: die 9. Klasse mit v.l. Marc Schaber, Fabian Steuer, Yannik Leitmeir, Tim Radowsky, Tristan Havemann, Ella Schories, Tobias Heitmeier, Simone Klein und Fabian Meisl. Links Bürgermeister Robert Axtner, rechts Lehrer Christian Riedlberger. 

Neunt- und Zehnklässler der Mittelschule Bergkirchen bekommen zum Abschied viel Lob

Das Bestmögliche herausgeholt

Bergkirchen – Die Absolventen der neunten und zehnten Klasse der Bergkirchener Mittelschule sind nach einem Gottesdienst in der Schulaula feierlich verabschiedet worden.

Froh darüber, die Feier in Anwesenheit von Eltern, dem Elternbeirat, Lehrern und Bürgermeister Robert Axtner „nach einem Riesenstress“ doch noch geschafft zu haben, war Rektor Roland Grüttner. Anhand von drei Beispielen zeigte er auf, was Kinder, „die eine Idee haben, bewirken können“: die 14-jährige Greta, der neun Jahre alte Florian (Plant for the Planet) und das ihm persönlich bekannte elfjährige Mädchen, das es mit einem Brief letztendlich schaffte, per Gerichtsbeschluss die Bundesregierung durch konkrete Ziele zu mehr Umweltschutz zu verpflichten.

„Es muss nichts Großartiges sein“, so Grüttner weiter an die nun ins Leben entlassenen jungen Erwachsenen. Manche Ideen seien gut, bei anderen „stellten sich bei den Eltern die Haare auf“. In der Schule hätten sie jedenfalls Lehrer gehabt, „die keine Blockierer sind“.

Bürgermeister Robert Axtner, selbst Vater von zwei Kindern, zollte in seinem Grußwort in Anbetracht der eigenen Erfahrung den Eltern seinen Respekt für die großen Herausforderungen während des Homeschoolings. Und an die Absolventen gewandt: „Setzen Sie sich ein Ziel, was Sie erreichen möchten.“ Das Lernen sei noch nicht zu Ende, sondern: „Es geht erst richtig los“. Die Voraussetzungen seien mit dem erreichten Abschluss, „auf den Sie stolz sein können“, geschaffen. Auch die Gemeinde Bergkirchen sei stolz auf sie.

In diesem Schuljahr sind trotz Corona hervorragende Ergebnisse erzielt worden. Wie Christian Riedlberger erklärte, liegt seine neunte Klasse mit einem Notenschnitt von 2,1 um zwei Notenstufen besser als der bayerische Durchschnitt. „So etwas hatten wir noch nie.“ Er führte drei Gründe an: das Mitwirken der „coolen“ Eltern, der Versuch der Lehrer, Wissen interessant zu vermitteln, und die Gemeinde Bergkirchen als Sachaufwandsträger, die für eine perfekte Ausstattung sorgte: „nagelneue Laptops und ein digitales Klassenzimmer“.

Die Besten aus der M 10 mit von links Lisbeth Prechtl, Servet Moustafa, Moritz Deml und Dorothy Koch. Zu den guten Noten gratulierten Bürgermeister Robert Axtner (links) und Klassenlehrer Klaus Nefzger (rechts).

Beim Schreiben des „Quali“ habe jeder versucht, mit Hilfe dieser Mittel „das Bestmögliche herauszuholen“. Noch nie zuvor seien im ersten Halbjahr so viele Ausbildungsverträge unterschrieben worden, und sechs Absolventen (ein Viertel der Klasse) werden die M 10 in der Schule in Bergkirchen besuchen.  

Die besten Quali-Absolventen der Klasse 9 sind: Ella Schories (1,3), Marc Schaber (1,4), Simone Klein (1,7), Tobias Heitmeier (1,7), Fabian Steuer (1,7), Tim Radowsky (1,8), Tristan Havemann (1,8), Fabian Meisl (1,9) und Yannik Leitmeier (1,9).

Klaus Nefzger, Klassenlehrer der M 10, zeigte einige der „in diesen verrückten Jahr“ weltbewegenden politischen Geschehnisse und Umweltkatastrophen auf: „Ihr tragt Sorge für diese Welt. Lasst Euch nicht belügen, zeigt Zivilcourage“, so sein Aufruf. Aber oberstes Gebot sei: „Werdet ein glücklicher Mensch. Genießt das Leben und versucht, glücklich zu werden.“

Und dann stellte er bei der Zeugnisübergabe die Schülerinnen und Schüler als unverwechselbare „Typen“ mit ihren Talenten, Ecken und Kanten vor: von der Landkreisbesten, die häufig ihre Haarfarbe wechsle, über die Schülerin, die schneller Englisch spricht als er Deutsch, eine andere, die anspruchsvolle Literatur wie Brecht bevorzugt, den Motorradfreak oder den hilfsbereiten jungen Mann, der gerne Müll raustrug, um den Unterricht abzukürzen. Sie alle haben den mittleren Bildungsabschluss glänzend geschafft, einige werden die Fachoberschule besuchen.

Die M 10-Besten heißen: Lisbeth Prechtl (1,11), Dorothy Koch (1,67) , Moritz Deml (2,0) und Servet Moustafa (2,0).

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