Organist und Flötistin
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Eindrucksvolle Klänge präsentierten Christoph Mairiedl an der Orgel und Hannah Rabl an der Querflöte.

Christoph Mairiedl und Hannah Rabl begeistern die Zuhörer bei ihrem Konzert in der Pfarrkirche in Bergkirchen

„Das ist etwas, was wir lange vermisst haben“

Zwei hochbegabte junge Musiker und dazu das passende Ambiente der prächtigen Bergkirchner Kirche: Konzerte wie dieses haben Musikfreunde lange vermisst.

Bergkirchen – Den Dreiklang von „Text, Klang und Raum“ hatte sich Kirchenmusiker Christoph Mairiedl, der tief im Glauben verwurzelt ist, für sein erstes Konzert in der prächtigen spätbarocken Pfarrkirche in Bergkirchen gewünscht. „Konzert heißt, etwas zum Klingen bringen“, so Pfarrer Albert Hack in seiner Begrüßung der zahlreichen Besucher, die gekommen waren, um zu erleben, wie sich zwei musikalisch hochbegabte junge Menschen „zum Klingen bringen“. „Das ist etwas, was wir lange vermisst haben“, so Hack weiter.

Der 17-jährige Mairiedl (Orgel) aus Vierkirchen musizierte im perfekten Zusammenspiel mit der 18-jährigen Hannah Rabl (Querflöte und Gesang), die in Altomünster zu Hause ist und wie Mairiedl an der Münchner Musikhochschule für Musik und Theater studiert. Sie sind bisher schon in verschiedenen Kirchen gemeinsam aufgetreten, aber eben noch nicht Bergkirchen, wo Mairiedl seit einiger Zeit als Organist tätig ist und nun Gelegenheit hatte, sich hier mit seinem Können vor großem Publikum vorzustellen.

Das Orgelspiel hat sich Christoph Mairiedl durch seine große Erfahrung im Klavierspiel, mit dem als Vierjähriger bei seinem Vater Robert begann, selbst beigebracht. Er entwickelte dadurch seinen ganz eigenen Stil in der Improvisation und Komposition, „eine Mischung zwischen der großartigen Polyphonie von Bach und der Verspieltheit von Mozart“.

Das befreundete Paar hat sich nach und nach auch zweistimmige Werke wie das aufgeführte berührende „Ave verum corpus“ von Wolfgang Amadeus Mozart erarbeitet. Eines ihrer dargebotenen „Glanzstücke“ war das „Ave Maria“ von Franz Schubert, zu dem Pfarrer Hack mit einem Mariengebet überleitete, bevor Hannah Rabl als Solistin mit ihrer tollen Stimme die Zuhörer bewegte.

Als einen weiteren Klassiker spielten die Musiker das viel besungene zärtliche Liebesbekenntnis „Ich liebe dich so wie du mich am Abend und am Morgen“ von Ludwig von Beethoven.

Eine Eigenkomposition, in dem sich die Flötistin wirkungsvoll präsentierte, hatte Mairiedl seiner Partnerin und guten Freundin Hannah gewidmet: Moderato und Andante aus dem „I. Kleinen Flötenconcerto“ Sein eigenes Können als Organist stellte er unter Beweis mit einer Auswahl von Werken aus verschiedenen Epochen und vor allem mit Beiträgen des großen virtuosen Kirchenmusikers Johann Sebastian Bach. Zu Beginn als Einführung das Präludium in G-Dur BMV 541 und zum Konzertende mit Toccata in d-Moll BMV.565.

Nach dem Segen und den Schlussworten des Pfarrers nahmen Rabl und Mairiedl im Altarraum bewegt den nicht enden wollenden Beifall der Zuhörer entgegen, die sich bedankten für ein anspruchsvolles und ansprechendes Programm aus „Musik, Wort und Gebet“ zum Hören und Genießen. Mehr zu hören über den vielseitigen jungen Künstler ist auf dem You-Tube-Kanal „Christoph Mairiedl“

INGRID KOCH

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