Nachfolger mit Vorgänger: Robert Axtner bei der Überreichung der Urkunde als Ehrenbürger an Simon Landmann mit Edith Daschner und Kathi Landmann (von links nach rechts) im Gemeinderat Bergkirchen. Foto: ink
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Nachfolger mit Vorgänger: Robert Axtner bei der Überreichung der Urkunde als Ehrenbürger an Simon Landmann mit Edith Daschner und Kathi Landmann (von links nach rechts) im Gemeinderat Bergkirchen. Foto: ink

Doppelte Ehrung für Simon Landmann im Gemeinderat Bergkirchen – Axtner-Laudatio

Ehrenbürger und Altbürgermeister

Simon Landmann ist zugleich als Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Bergkirchen geehrt worden.

Bergkirchen – Nach seinem Vorgänger Hubert Huber ist nun auch Simon Landmann, der 18 Jahre lang als Bürgermeister die Gemeinde Bergkirchen geprägt hat, zum zweiten Ehrenbürger in der erst 42-jährigen Geschichte der Kommune ernannt worden, die 1978 im Zuge der Gebietsreform entstanden ist. Der Gemeinderat hatte einstimmig diesen Beschluss gefasst. 

Zusammen mit der Urkunde überreichte ihm Robert Axtner als Amtsnachfolger die Ehrenbürgermedaille der Gemeinde Bergkirchen in Gold. Zugleich wurde an diesem besonderen Tag „dem geschätzten ehemaligen Bürgermeister“ mit Überreichung einer Urkunde der Titel „Altbürgermeister der Gemeinde“ verliehen.

Eigentlich war aus diesem Anlass ein großes Fest mit 120 Gästen geplant gewesen, das in Anbetracht der aktuellen Lage nun auf nächstes Jahr verschoben wird, wie Robert Axtner in der kleinen Feierstunde vor der Gemeinderatssitzung in der Schulmensa ankündigte.

Axtner, Landmanns Wunschkandidat als Nachfolger, hielt die Laudatio. Im Detail ging er auf die „wegweisenden Leistungen und Stationen“ in drei Amtsperioden ein. „Omnipräsent gefühlte 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche“ sei Landmann als Gemeindechef gewesen. Zusammen mit der ehemaligen zweiten Bürgermeisterin Edith Daschner listete Axtner die größten Projekte, die zum Tragen kamen, auf. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Geh- und Radwege, umfangreiche Kanalbaumaßnahmen, die Errichtung mehrerer Bürger- und Feuerwehrhäuser sowie des Bruggerhauses und der Bau der Mensa mit Schulhauserweiterung.

Geschichte geschrieben habe Landmann vor allem durch die Ausweisung des Gada-Gewerbegebiets mit mittlerweile fast 4000 ortsnahen Arbeitsplätzen. Von der in die Zukunft gerichteten Entscheidung werde die Gemeinde noch jahrzehntelang zehren.

Mut bewiesen habe Landmann ferner, indem er das Projekt Fernwärme anpackte, mit über 350 Anschlüssen und einem jährlichen Umsatz von über einer Million Euro. Ins Netz wurden mehr 20 Millionen Euro investiert zum Schutz der Umwelt.

Doch nicht nur die Tatkraft des ehemaligen Bürgermeisters stellte Axtner heraus, sondern auch dessen Menschlichkeit und die gewinnende Art und Weise, wie er auf seine Mitmenschen zuging,

Für ihn persönlich sei er nach wie vor ein guter und wichtiger Ratgeber, weil die positive Entwicklung der Gemeinde auch für Landmann immer noch an erster Stelle stehe.

So viel Lob mache ihn verlegen, meinte Landmann, als er abschließend das Wort ergriff und sich für die ihm zuteil gewordene Ehre bedankte. „Wir haben vieles gemeinsam geschafft. Es ging immer um die Sache und um die Bürger“, sagte er.

Sein Dank galt „der funktionierenden Verwaltung von der ersten Stunde an“, aber auch den Gemeinderäten für das konstruktive Miteinander. „Es war ein tolles Arbeiten mit Euch. Es hat geklappt, und Geld war auch da“, betonte Simon Landmann.

Die Kinder, Senioren und Vereine hätten ihm immer ganz besonders am Herzen gelegen, genauso wie die Natur und Umwelt. „Es hat funktioniert“, so Landmanns Resümee nach seinem 18-jährigen Wirken zum Wohle der Bürger.

Ingrid Koch

Landrat würdigt Simon Landmann als „großen Bürgermeister“

Bei der kleinen Feierstunde zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft für Simon Landmann hat Landrat Stefan Löwl als einziger Gast in einem sehr persönlich gehaltenen Grußwort die Verdienste Landmanns „als großer Bürgermeister“ gewürdigt. Die Auszeichnung als langjähriger Kreisrat werde im Übrigen zum gegebenen Zeitpunkt im festlichen Rahmen nachgeholt.

So bedankte sich Löwl erst einmal mit „einem herzlichen Vergelt‘s Gott“ und einem Geschenk im Namen des Landkreises Dachau „für die verdienstvolle interkommunale Zusammenarbeit“ bei dem politischen Weggefährten. Als Beispiele für gemeinsame Projekte führte Löwl unter anderem mit Blick auf die Nachhaltigkeit das Dachauer Moos und vor allem die Energieversorgung durch Fernwärme an. „Das war eine mutige Entscheidung auf zwei Ebenen, in der Gemeinde und im Landkreis“, so Löwl. Auch im Öffentlichen Nahverkehr und beim Thema „Asyl“ habe man gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet, ferner, als sich Bergkirchen als Standort für ein Gymnasium beworben habe, wenn dieses Bemühen auch nicht von Erfolg gekrönt gewesen sei. „Wichtig waren immer Deine Ruhe und Deine Selbstsicherheit nach 18 Jahren“, sagte Löwl. Landmann sei für ihn als neuer Landrat von Beginn an immer zu erreichen gewesen.

Löwl dankte ebenfalls Landmanns Ehefrau Kathi dafür, „dass Du ihn losgelassen hast“. ink

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