Junger Mann und junge Frau mit Flote
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Sie harmonieren perfekt: Christoph Mairiedl und Hannah Rabl.

Kirchenmusiker Christoph Mairiedl und Flötistin Hannah Rabl in Bergkirchen geben gemeinsames Konzert

Er hat Hannah ein Concerto gewidmet

Bergkirchen – Christoph Mairiedl ist als Organist und Kirchenmusiker in der Pfarrkirche Sankt Johann Baptist tätig. Zu Hause ist er in Vierkirchen. Im Januar haben die Dachauer Nachrichten über den jungen vielseitigen Musiker berichtet. Der Bayerische Rundfunk wurde auf ihn aufmerksam, und ein Fernsehteam drehte bei ihm zu Hause und in der Kirche.

VON INGRID KOCH

Nun gibt Mairiedl am Samstag, 28. August, um 19 Uhr ein Konzert in der Bergkirchner Pfarrkirche zusammen mit seiner guten Freundin Hannah Rabl (Sängerin und Flötistin) aus Altomünster. Hannah Rabl studiert im vierten Semester Schulmusik für Klavier und Querflöte mit dem Schwerpunkt Gesang an der Musikhochschule München. Der Eintritt ist frei. Über Spenden würden sich die beiden freuen. Hausherr Pfarrer Albert Hack begrüßt, dass der begabte junge Musiker in einem Konzert, anders als bei dem „Pflichtprogramm“ in den Gottesdiensten, sein Talent voll zur Geltung bringen kann.

Das anspruchsvolle Programm für das Bergkirchner Konzert umfasst Werke berühmter Komponisten aus verschiedenen Epochen wie Bach, Mozart, Beethoven und Mendelssohn Bartholdy.

Und dann zum Schluss erklingen zwei Eigenkompositionen: das Präludium in d-Moll und anschließende Orgelimprovisationen sowie Teile aus dem 1. Kleinen Flötenconcerto von Christoph Mairiedl – gewidmet Hannah Rabl.

„Musik ist die Sprache der Engel“, sagt der 17-Jährige. Der Glaube und die Musik sind für ihn „tief miteinander verbunden“. Mairiedl hat nun die Aufnahmeprüfung des Jungstudiums für Hochbegabtenförderung an der Musikhochschule München geschafft und darf ab dem Wintersemester dort Orgel und Klavier studieren. Das ist für ihn eine große Auszeichnung: „Das Jungstudium für Hochbegabtenförderung an der Münchner Hochschule für Musik und Theater ist eine besondere Form des Studiums. Hierbei hat man die Möglichkeit, noch als Schüler an einer allgemeinbildenden Schule, schon ein Studium zu absolvieren. Unter anderem misst man sich bei der Eignungsprüfung in der Schwierigkeit und den Studienplätzen mit den ,Großen’. Somit ist es für mich eine große Ehre, einer der rund 50 Jungstudenten sein zu dürfen, die aus der ganzen Welt kommend, verteilt auf verschiedenste Studiengänge, an der renommiertesten Musikhochschule ganz Deutschlands studieren.“

Das Orgelspiel hat sich Christoph Mairiedl durch große Erfahrung im Klavierspiel selbst beigebracht. Er entwickelte dadurch seinen ganz eigenen Stil in der Improvisation und Komposition – „eine Mischung zwischen der großartigen Polyphonie von Bach und der Verspieltheit von Mozart“, wie er sagt.

Das perfekte Zusammenspiel mit Hannah erklärt Mairiedl so. „Wir verstanden uns vom ersten Moment an und gestalteten danach, auch bis zum heutigen Zeitpunkt, immer wieder zum Beispiel musikalisch Messen in verschiedenen Kirchen, wodurch wir uns zu einem perfekt harmonierenden und eingespielten musikalischen, wie auch guten freundschaftlichen Team entwickelten.

Nach und nach erarbeiteten die beiden auch zweistimmige Werke. Das erste war das „Ave verum corpus“ von Mozart. „Hannah hat eine große musikalische Begabung, die sich auch in ihrem Gesang abzeichnet.“

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