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Auf der Jahresversammlung (von links): Vorstand Harald Orthofer, Komma ndant Tobias Westenrieder, Bürgermeister Simon Landmann und Kreisbrandmeister Johannes Böswirth.

Feuerwehr aus Feldgeding ist gut beschäftigt

Mehr Einsätze auf der B 471 als auf der A 8

Erschreckend sei die Zunahme der Unfälle auf der B 471, war auf der Versammlung der Feuerwehr Feldgeding zu erfahren. Unfallschwerpunkt ist nicht mehr, wie bisher, die Autobahn A 8.

Feldgeding – Die Feldgedinger Feuerwehrmänner machen keine großen Worte oder viel Aufhebens um ihre Bereitschaft, 24 Stunden pro Tag für den Dienst am Nächsten einsatzbereit zu sein, Menschenleben zu retten oder Unfallfolgen zu beseitigen. Dabei sind sie jedes Jahr von den acht Gemeindefeuerwehren am meisten gefordert. Im Jahr 2019 waren es laut Bericht des Kommandanten Florian Westenrieder auf der Hauptversammlung im Gasthaus Ambrosia 109 Einsätze (elf weniger als im Vorjahr), die er mit teils drastischen Bildern vor Augen führte.

Es waren 24 Brände zu löschen, es fielen 80 technische Hilfeleistungen an und fünf Sondereinsätze. Eine „außergewöhnliche“ Maßnahme war, einen an Demenz erkrankten Mann von einem Dach zu holen. Es galt, im Fahrzeug eingeklemmte Menschen zu befreien. Die Schwere der Unfälle zeigte sich, da meist Hubschrauber zum Abtransport mit vor Ort waren. Es waren 1156 Einsatzstunden erforderlich und zusätzlich 1894 Übungsstunden. Es gab unter anderem Gemeinschaftsübungen mit der Gündinger Wehr.

Erschreckend sei die Zunahme der Unfälle auf der B 471. Unfallschwerpunkt ist nicht mehr, wie bisher, die Autobahn A 8. Bürgermeister Simon Landmann zeigte sich besorgt. Er sagte: „Wir hatten schon eine Geschwindigkeitsbegrenzung beantragt. Nun müssen wir uns erneut Gedanken machen.“

Kreisbrandmeister Johanns Böswirth zeigte sich bei seinem Antrittsbesuch in Feldgeding nicht nur begeistert von der Leistungsstärke und der Schnelligkeit der Feldgedinger Kameraden, sondern auch von der Geschwindigkeit, wie es Vorstand Harald Orthofer knapp und präzise schaffte, die Jahresversammlung „durchzuziehen“.

Bürgermeister Simon Landmann nutzte seinen letzten offiziellen Besuch, um den „Weltmeistern“ unter den Gemeindefeuerwehren seinen Dank auszusprechen für die 18-jährige Bereitschaft in seiner Amtszeit, „immer zur Stelle gewesen zu sein für unsere Gemeinde und den Landkreis und durchweg zweimal pro Woche auszurücken“. Er hofft, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert.

Auf Nachfrage teilte er mit, dass es bei dem geplanten Anbau an das Feuerwehrhaus zu Verzögerungen gekommen sei, obwohl die Mittel im Haushalt eingeplant seien. Der Grund sei, dass die Gemeinde zunächst plante, über dem Gebäude Wohnungen zu errichten. Aus Emissionsgründen müsse man davon allerdings absehen. Der Feuerwehr geht es ohnehin ausschließlich um die Erweiterung der Fahrzeughalle.

Derzeit leisten 32 Aktive ihren Dienst, insgesamt zählt die Wehr 111 Mitglieder. Es gibt 14 Atemschutzgeräteträger, die 2019 laut Bericht von Florian Treiber dreimal zum Einsatz kamen.

Für den Zusammenhalt in der Mannschaft wird einiges unternommen, vom Grillfest über den Volksfestbesuch bis zur Weihnachtsfeier. Als neue Termine gab Orthofer bekannt: Absicherung für World Run am 3. Mai, Aufräumarbeiten am Feuerwehrhaus am 9. Mai. Und vom 22. bis 24. Mai gibt es richtig viel zu tun, etwa mit Absperrungen und Sicherheitswachen, wenn die Hubertus Schützen ihr 125-jähriges Gründungsfest feiern. Grillfest ist am 6. Juni und der Volksfestbesuch am 15. August.

ink

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