1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Bergkirchen

Gebühren für die Kinderbetreuung steigen - Gemeinde Bergkirchen plant heuer noch zwei Erhöhungen

Erstellt:

Kommentare

Die Kinderbetreuung „liegt der Gemeinde am Herzen“: Bergkirchens Bürgermeister Robert Axtner
Die Kinderbetreuung „liegt der Gemeinde am Herzen“: Bergkirchens Bürgermeister Robert Axtner © ink

Die Kinderbetreuung „liegt der Gemeinde am Herzen“, so Bürgermeister Robert Axtner. Er weiß „die wertvolle Arbeit zu schätzen, die in den Kitas geleistet wird“. Doch der Kostenaufwand sei beachtlich.

Bergkirchen – Zudem „zieht die Nachfrage deutlich an“, so Axtner. Deshalb wird die Gemeinde die Gebühren erhöhen.

Laut Haushaltsbericht sind im Verwaltungshaushalt 2022 für die Kinder- und Jugendbetreuung Ausgaben in Höhe von insgesamt 4,9 Millionen Euro angesetzt worden. Im Vorjahr waren es noch 4,7 Millionen Euro.

427 Kinder besuchen derzeit eine Kinderbetreuungseinrichtung in der Gemeinde Bergkirchen und werden von 73 Beschäftigten betreut.

Die Gemeinde unterhält mit dem Kinderhaus Regenbogen und dem Eulenhort in Bergkirchen sowie dem Kinderhaus an der Maisach in Günding drei Einrichtungen in eigener Trägerschaft. 308 Kinder werden betreut. Hiervon besuchen 40 Kinder den Krippenbereich, 167 Kinder den Kindergarten und 101 Grundschüler den Hort. Zudem befinden sich in der offenen Ganztagsschule 20 Schüler. Auf dem Gebiet der Gemeinde Bergkirchen gibt es drei weitere Träger:

.Die Mittagsbetreuung an der Schule in Bergkirchen wird von einem eigenständigen Verein geführt. Derzeit besuchen 62 Kinder diese Einrichtung.

Für das zurückliegende Haushaltsjahr 2021 sind Einnahmen in Höhe von 2,4 Millionen sowie Ausgaben in Höhe von 4,6 Millionen Euro angefallen. Die großzügig gehandelte staatliche Beitragserstattung fand nun keine Anwendung mehr, so Axtner. Vielmehr musste die Gemeinde sämtliche Gebührenausfälle aus eigener Kraft stemmen.

Der Aufwand für die gemeindeeigenen Betreuungseinrichtungen wurde 2021 durch Beiträge der Eltern und Fördergelder des Bundes und des Landes zu lediglich 50 Prozent gedeckt; die restlichen 50 Prozent werden von der Gemeinde Bergkirchen übernommen, erklärte Axtner. Geplant ist, die Gebühren im Jahr 2022 zweimal anzupassen. Die Erhöhung beläuft sich dabei zwischen fünf und zehn Prozent.

Als „kostentreibend“ wirke sich laut Axtner die Erweiterung im Anbau im Kinderhaus Günding aus. Geplant sind dort insgesamt zwei weitere Gruppen bis zum Jahr 2023. Die ungedeckten Ausgaben werden daher auf rund 2,61 Millionen Euro taxiert. Ein Unsicherheitsfaktor sei laut Kämmerer Alto Weigl die Einstellung des entsprechenden Fachpersonals, weil auf dem Arbeitsmarkt Mangel herrscht.

Ingrid Koch

Auch interessant

Kommentare