+
Runder Tisch mit und für Senioren (von links): Monika Speckner, Edith Daschner, Ute Hönle, Annette Geiger, Alexander Trapp (Gemeinderat Unterbachern) und Erich Frisch (Teilnehmer aus Lauterbach).

Zuschlag für Marktplatz der Generationen

Gemeinde Bergkirchen ist bei Projekt des Bayerischen Sozialministeriums dabei

Der „Marktplatz der Generationen“, ein Projekt des Bayerischen Sozialministeriums, wird in der Gemeinde Bergkirchen umgesetzt.

Bergkirchen – Die Aufnahme ins Programm erfolgt zum 1. August. Am „runden Tisch mit und für Senioren“ im Bruggerhaus stellte sich Annette Geiger vor, die die Gemeinde fachlich über zwei Jahre betreuen wird. Sie sprach grundsätzliche Maßnahmen und die nächsten Schritte an und spendete der Kommune großes Lob für die bereits getroffenen Vorbereitungen.

Dass Bergkirchen mit rund 8000 Einwohnern, einer Fläche von 60 Quadratkilometern und 26 Ortsteilen unter 42 Kommunen in Bayern den Zuschlag bekam, war nicht selbstverständlich, denn das Förderprogramm richtet sich an kleinere Gemeinden bis zu 3000 Einwohnern. Ziel ist es, Ortskerne im ländlichen Raum neu zu beleben und zu gestalten, um älteren Menschen den Verbleib in der vertrauten Umgebung durch Versorgungssicherheit zu ermöglichen.

Begonnen werden soll in Unterbachern und Oberbachern. „Die Ist-Analyse ist gemacht“, sagte die Projektleiterin. Gesprochen werden, müsse nun mit den Akteuren vor Ort, um einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, bevor es an die Umsetzung gehe. Eine Struktur, wie sie sie in Bergkirchen vorgefunden habe, sei vorbildlich, weil man beispielsweise schon auf eine funktionierende Nachbarschaftshilfe zurückgreifen könne.

Zweite Bürgermeisterin Edith Daschner verwies auf das 2011 während einer Klausurtagung erarbeitete Konzept, um auf die Herausforderungen des demografischen Wandels zu reagieren. Durch die Schaffung der Stelle für Ute Hönle im Sozialbüro habe sich schon viel getan.

Konkret geht es um Wohnen im Alter, unter anderem um alternative Wohnformen und Strukturen für die medizinische Versorgung, Dienstleistungen, Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe. In Unterbachern gibt es zwar eine S-Bahn-Haltestelle, aber wie in Oberbachern keine Geschäfte. Es sollen kleinere Wohneinheiten entstehen, und, wie Bürgermeister Simon Landmann zuvor schon auf Nachfrage berichtete, es bestehen auch Kontakte zum Franziskuswerk, das dezentrale Einrichtungen erwägt. Für Baumaßnahmen müssten Grundstücke erworben werden. Ein Planungsbüro ist beauftragt.

Auf Einladung von Ute Hönle war Monika Speckner aus Unterbachern beim runden Tisch zu Gast. Sie berichtete über ihre eigenen, positiven Erfahrungen zum Thema „Wohnen für Hilfe“ – ein generationsübergreifendes Konzept. „Während des Projektverlaufs in Bachern werde ich Sie bestimmt wieder bitten, sich einzubringen“, kündigt Ute Hönle an.

Ingrid Koch

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Probieren wir’s doch einfach!“
Vom 24. bis 27. Oktober findet erstmals eine Familienmesse auf dem Siedlerfestgelände direkt am Karlsfelder See statt. Sie ist die offizielle Landkreisausstellung und …
„Probieren wir’s doch einfach!“
Täglicher Schulbus-Wahnsinn in Ebersbach
Der MVV-Regionalbus 729 ist jeden Morgen überfüllt. An der Bushaltestelle in Ebersbach haben sich schon mehrere Kinder nicht getraut, zuzusteigen, und mussten von den …
Täglicher Schulbus-Wahnsinn in Ebersbach
„Eine der teuersten Alternativen“
Eigentlich will die Stadt Dachau sparen, wo es nur geht. Vor allem bei Hochbauten. Das wird beim Umbau des Zieglerbräu zum Rathaus nicht gelingen
„Eine der teuersten Alternativen“
Seine Familien stehen geschlossen hinter Löwl
Stefan Löwl bringt so leicht nichts aus der Fassung. Doch in seiner Rede bei der Kreisdelegiertenversammlung der CSU versagt ihm die Stimme. Tief bewegt, mit Tränen in …
Seine Familien stehen geschlossen hinter Löwl

Kommentare