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Tod mit nur 48 Jahren: Gräfin gestorben - sie hinterlässt zwei Kinder

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Starb mit 48 Jahren: Cecily von Hundt. Als Düsseldorferin liebte sie Bayern
Starb mit 48 Jahren: Cecily von Hundt. Als Düsseldorferin liebte sie Bayern © ink

Eine große Trauergemeinde hat am Samstag Abschied genommen von Cecily Christiane Beatrice Gräfin von Hundt zu Lautterbach. Sie wurde nur 48 Jahre alt.

Lauterbach – Cecily von Hundt war am 8. März im Alter von nur 48 Jahren im Beisein ihrer Familie aus dem Leben geschieden – „nach in stiller Demut ertragenem Leid“, wie es in der Traueranzeige heißt. Das Requiem zelebrierte auf Wunsch der Familie Pfarrer Josef Mayer vom Petersberg, der der Verstorbenen schon während ihrer Krankheit beigestanden hatte.

Besonders hart getroffen vom dem schweren Schicksalsschlag wurden Ehemann Dr. Georg Graf von Hundt zu Lautterbach und die beiden Kinder Josephine und Bartholomäus. An der Trauerfeier nahmen außer der Familie zahlreiche Lauterbacher Bürger teil. Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach und der Burschen gaben der Verstorbenen das letzte Geleit, und die Gemeinde Bergkirchen war vertreten durch Bürgermeister Robert Axtner, zweite Bürgermeisterin Dagmar Wagner und Hans Groß als dritter Bürgermeister sowie einigen Gemeinderäten.

Trauer um beliebte Gräfin von Hundt zu Lautterbach: Tod mit nur 48 Jahren

An der Seite ihres Mannes war die gebürtige Düsseldorferin eine charmante Gastgeberin auf Schloss Lauterbach, sowohl bei den zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen im Rahmen der Bergkirchner Kulturtage als auch bei großen festlichen Anlässen der Familie wie anlässlich der Renovierung der Schlosskapelle mit Glockenweihe im September 2017, als Weihbischof Bernhard Haßlberger die Heilige Messe zelebrierte und anschließend im Schlosshof zum Weißwurstfrühstück geladen wurde.

Ehrenamtlich engagiert hat sich Cecily von Hundt einige Zeit in der Bergkirchner Gemeindebücherei. Dort brachte sie als „Frau vom Fach“ ihr Wissen ein, denn sie hatte Bibliothekswesen studiert, in Berlin einen eigenen Buchladen betrieben und auch vorübergehend als Journalistin gearbeitet.

Cecily Christiane Beatrice Gräfin von Hundt zu Lautterbach: Ehrenamtliches Engagement und Lokal-Krimis

Sie war eine leidenschaftliche Krimileserin und gab selbst eine Reihe von Büchern heraus. Die Schauplätze waren zunächst das aufregende New York, aber auch Berlin nach der Wende, „um auf reale Erinnerungen zurückzugreifen, im Geiste noch einmal durch dieses alte Berlin zu streifen, das es ja“, wie sie in einem Interview 2017 mit den Dachauer Nachrichten sagte, „28 Jahre nach dem Mauerfall, nicht mehr gibt“.

Und dann nahm die Lauterbacherin in ihren Bayern-Krimis das Dachauer Hinterland unter die Lupe. „Von Bierkrügen und Giftmorden“, heißt ein Titel, in dem sie Lore Pfeffer ermitteln lässt. In dieser Figur sah sie „gewisse Parallelen“ zu ihrem eigenen Leben: „Ich habe selber mal als Redakteurin gearbeitet, bin ja auch sozusagen in der Mitte des Lebens, bin Mutter und habe natürlich auch eine große Affinität zu Literatur, und natürlich zu Schokolade!“

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Tod von Cecily Gräfin von Hundt zu Lautterbach: Sie liebte den bayerischen Humor

Und dann warf sie bei dieser Gelegenheit als Düsseldorferin einen Blick auf ihre Sichtweise zu Bayern: „Ich denke schon, dass ich Bayern mit seinem eigentümlichen und charmanten Habitus mit etwas mehr Abstand sehe als jemand, der hier geboren ist. Als Düsseldorferin bin ich es eigentlich gewohnt, dass jeder mit jedem ungehemmt drauflos quasselt, und die Menschen sehr unbekümmert und frei miteinander umgehen. Hier in Bayern braucht man länger, um hinter die Fassade blicken zu können. Aber ich mag den bayerischen Humor sehr gerne, und die Landschaft ist hier natürlich um vieles schöner als im Rheinland. Insgesamt fühle ich mich hier sehr wohl“.

Ein schöneres Kompliment hätte Cecily von Hundt ihrem Heimatort kaum machen können. Sie wird nicht nur den Lauterbachern fehlen. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis in der Familiengruft in Lauterbach. Ingrid Koch

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