Hauptkommissar Andreas Knorr.
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Hauptkommissar Andreas Knorr in der Sitzung.

Rad-Verbindung von Bergkirchen nach Günding gefordert

Grüne wünschen sich Radweg für mehr Sicherheit

Bergkirchen – Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer auf der Kreisstraße DAH 5 zwischen Günding und Bergkirchen haben die Gemeinderäte Ruth Göttler und Stefan Haas (Grüne) einen Antrag für einen Radweg gestellt und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h gefordert. Aktueller Anlass war der dort kürzlich tödlich verunglückte Radfahrer, der von einem Auto erfasst worden war.

Gemeinderat Dr. Wilfred Landry ist der Meinung, „dass auf diese gefährliche Straße überhaupt kein Radfahrer gehört und auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h nichts bringt“.  

Gemeinderat Bernhard Fritz mit seinem Fachwissen als Sachbearbeiter im Landratsamt Dachau hatte gute Nachrichten: Es sei zwar Zufall, aber die Planung des Radwegs stehe auf der Prioritätenliste für 2021, allerdings entfielen von den 656 Millionen Fördergeldern des Bundes 95 Millionen Euro auf Bayern mit 73 Landkreisen. Das Programm sei völlig überzeichnet, der Ausgang ungewiss, aber die Planung solle gestartet werden.

Touristische Radwege würden grundsätzlich nicht gefördert. Der Grunderwerb sei Sache der Gemeinde.

Ruth Göttler argumentierte, andere Fördertöpfe würden oft gar nicht ausgeschöpft, so dass man eventuell noch auf andere Mittel zugreifen könnte.

Bürgermeister Robert Axtner begrüßte als Gast in der Sitzung Polizeihauptkommissar Andreas Knorr, der anhand eines Planes das Verkehrsaufkommen und die Unfälle auf dieser Strecke in den vergangenen fünf Jahren zu verschiedenen Tageszeiten und mit unterschiedlichem Anlässen zeigte.

Zu dem aktuellen Fall nahm er wegen der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht Stellung, Jedenfalls plädierte er für Radwege als „eine gute Investition“, auch wenn einige wenige Radfahrer sie nicht immer nutzten, sondern auf die Straße auswichen. Das beklagte auch Gemeinderat Franz Liedl und fragte: „Warum bauen wir denn Radwege?“ „Es gibt Radwege ohne eine Benutzungspflicht“, informierte Knorr dazu.

Der Gündinger Gemeinderat Thomas Heitmeier sprach sich für den Antrag aus, einen Radweg zu bauen, auch aus leidvoller persönlicher Erfahrung. Der Hauptpunkt sei die Schwierigkeit des Grunderwerbs.

Robert Axtner sagte abschließend: „Wir werden den gestellten Antrag an das Landratsamt weiterleiten.“ Auf Nachfrage sagte er, die Straßenseite für den Radweg stehe noch nicht fest. Wie es denn mit dem Anschluss zwischen Günding und Mitterndorf weiterginge, wurde Bernhard Fritz gefragt. „Es tut sich etwas“, kündigte Axtner an. Denn: „Zwei Grundstücke sind schon gekauft.“

ink

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