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Die Gründungsmitglieder: Marianne Kayser, Maria Erhard, Zenzi Heitmeier, Evi Haas, Hertha Bickl, Helga Frimmer (von links stehend); Erna Weigl, Resi Weigl und Anni Duveneck (sitzend, v. l.). Nicht auf dem Foto: Katharina Steininger.

Auf dem Speicher der Schule fing alles an

Gymnastikabteilung Bergkirchen erinnert zum 50-jährigen Bestehen an ihre Anfangszeiten

Die lange geplante große Feier in der Maisachhalle am 14. März zum 50-jährgen Bestehen der Gymnastikabteilung des TSV Bergkirchen musste wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden. „Wir überreichten aber noch vor der Ausgangssperre den zehn Gründungsmitgliedern, die der Abteilung treu geblieben sind, einen Blumenstock und unterhielten uns in dieser kleinen Runde beim „Seewirt“ über die Anfangszeiten der Gymnastikabteilung“, berichtet Renate Kugler, die vor 20 Jahren von ihrer Mutter Hildegard Göttler die Leitung der Abteilung übernahm. Jetzt will die Abteilung an ihre Anfänge erinnern und von ihrer Arbeit erzählen.

Mittlerweile ist Kathrin Wernthaler als Gesamtleitung mit ihrem Team zuständig für das umfangreiche Programm für verschiedene Altersgruppen. Zunächst unterstützte sie ab 2013 zusammen mit Helga Reischl die Gymnastikabteilung als Übungsleiterin, bevor sie in der Sportschule Oberhaching die Trainerlizenz „Breitensport“ erwarb. Hinzu kamen inzwischen die Kurse in Thairobic, Ener-Chi, Nordic Walking, Step Aerobic für Fortgeschrittene, Qi Gong und Eltern-Kind-Turnen.

Die Namen der treuen Gründungsmitglieder der Damengymnastik sind: Hertha Bickl, Anni Duveneck, Maria Erhard, Helga Frimmer, Evi Haas, Zenzi Heitmeier, Marianne Kayser, Katharina Steininger, Erna Weigl und Resi Weigl.

Wie alles begann, hat Renate Kugler in der Chronik festgehalten: Im Juni 1970 „wagte“ Hildegard Göttler die Gründung einer Damen-Gymnastikgruppe. Das war seinerzeit auf dem Land keine Selbstverständlichkeit. Vom damaligen Vereinsvorsitzenden Rudi Widmann bekam sie jedoch volle Unterstützung.

Erst einmal hieß es, einen geeigneten Raum zu finden. Bürgermeister Michael Schwarz, Gründungsmitglied und Gönner des TSV, stellte ihr den Speicher in der alten Schule zur Verfügung. Bald darauf konnten 24 Frauen jeden Dienstag ihre Gymnastik ausüben. Das allgemeine Echo war nicht gerade positiv, denn es hieß: „Was wollen denn die Weiber, die hören sowieso bald wieder auf.“

Wegen des Einbaus einer Schulküche mussten die Frauen das Feld räumen. Dank der Fürsprache von Franz Umkehrer senior fanden sie in der Eisolzrieder Gaststätte Burgmayr die nächste Bleibe. Als es sowohl für die Gäste als auch für die Wirtsleute zu laut wurde, ließ der Kreuzholzhausener Bürgermeister Johann Haas in die dortige leer stehende Schule Spanplatten verlegen. Somit hatten die Damen wieder die Möglichkeit zum Turnen. Pfarrer Josef Eggendinger stiftete den Sportlerinnen zwei Sprossenwände, und Rudi Widmann organisierte drei Medizinbälle.

Nach dreieinhalb Jahren „Odyssee“ bekam die Gruppe in der neu erbauten Maisachhalle ein Zuhause. Die Mitgliederzahl der Damengymnastik wuchs rasant, und es wurde bald die 100. Turnerin mit einem Blumenstrauß begrüßt. 1973 absolvierten Herta Schwarz und Hildegard Göttler in der Sportschule Grünwald den Übungsleiterschein, gefolgt von jährlichen Fortbildungslehrgängen. Beim Pokalturnier der Fußballer anlässlich der 50-Jahrfeier des TSV Bergkirchen traten die Damen zum ersten Mal auf der Bühne mit einer tänzerischen Einlage auf. Spaß und Geselligkeit kamen nie zu kurz – bis heute.

Wann und wie es mit der sportlichen Betätigung beim TSV Bergkirchen weitergeht, bleibt abzuwarten, zumal die Maisachhalle in Kürze abgerissen werden soll. So kommt eine Jubiläumsfeier vorerst nicht in Betracht. Für die Damen- und Seniorengymnastik, die Renate Kugler leitet, sieht sie keine Probleme, zum einen, weil sie die kleine Gruppe der Damen im Vereinsheim unterbringen kann. Und sie erhielt das Angebot von Ute Hönle vom Sozialbüro, dass während der Bauphase, wenn die Maisachhalle nicht genutzt werden kann, sich die Senioren im Bruggerhaus treffen können. Ingrid Koch

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