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Jonathan Kramer will vor allem Bühnenerfahrung sammeln.   

Interview mit dem neuen Schauspieler des Hoftheaters Bergkirchen

Als erstes gleich eine Hauptrolle

Ein neues Gesicht im Hoftheater Bergkirchen und ein glänzendes Debut: Jonathan Kramer aus dem Münsterland schnuppert in dieser Spielzeit in die verschiedenen Bereiche hinein, um das Theaterleben in allen Facetten kennenzulernen und seinem Berufswunsch, Schauspieler zu werden, ein Stück näher zu kommen.

Bergkirchen – Ohne Bühnenerfahrung wurde ihm die Hauptrolle in „Tschick“, einer „lebensechten Theaterkomödie“ nach dem gleichnamigen bereits verfilmten Jugendroman von Wolfgang Herrndorf übertragen. „Tschick läuft im Moment richtig super“, sagt dazu Regisseur Ansgar Wilk und fügt hinzu, „dass Jonathan für uns ein echter Glücksfall ist“. „Natürlich haben wir ihn erst einmal gründlich geprüft und in die Mangel genommen, bevor er die Rolle bekam. Er passt einfach wegen seiner Jugendlichkeit“.

„Wir waren schon in einigen Schulen; sowohl die Lehrer als auch die Schüler waren begeistert“, so Wilk. Wie der Spielplan zeigt, kommt die spannende Inszenierung über die beiden 14-jährigen Helden auf ihrer Irrfahrt durch Ostdeutschland auch auf der Bergkirchner Bühne hervorragend an.

„Das liegt auch an den beiden anderen jugendlichen Darstellern Patrick Brenner und Lisa Wittemer“, sagt Wilk, der selbst eine Vaterrolle übernommen hat. „Ohne diese nahezu ideale Besetzung wäre es, selbst bei guter Regie, kaum möglich gewesen, diese Produktion so erfolgreich hinzubekommen.“ Wir haben dem 19-jährigen Jonathan Kramer einige Fragen gestellt.

-Jonathan, die erste Rolle in „Tschick“ im Hoftheater war gleich ein Erfolg. Staunen Sie selbst?

Ich bin einerseits erstaunt und andererseits sehr erfreut darüber. Das war meine erste Rolle und gleichzeitig meine erste Hauptrolle. Ich hätte nie damit gerechnet, dass das so gut klappt. Das lag allerdings auch nicht zuletzt an der guten Regieführung, welche mir sehr geholfen hat, mich in die Figur einzufinden.

-Was gefällt Ihnen beim Hoftheater?

Ich denke, dass es vor allem den Menschen, mit denen man dort zusammenarbeitet, zu verdanken ist, dass man im Hoftheater so eine schöne Atmosphäre erleben kann. Außerdem ist es der beste Ort, um einen Einblick in sämtliche Bereiche des Theaters sowohl auf als auch hinter der Bühne zu bekommen.

-Wie geht es für Sie weiter nach Ihrem Praktikum in Bergkirchen?

Ich werde mich in den folgenden Wochen und Monaten an etlichen Schauspielschulen bewerben, um so hoffentlich bald meine Ausbildung zum Schauspieler vollends antreten zu können.

-Warum möchten Sie Schauspieler werden? Kommen Sie aus einer Künstlerfamilie?

Diese beiden Fragen lassen sich leicht zusammen beantworten. Meine Eltern sind beide Musiker und haben auch zusammen, im Rahmen der Neuen Werkbühne München gesungen und gespielt. Irgendwie bin ich also schon in dieser Welt groß geworden und wollte, seit ich denken kann, Schauspieler werden. Ich liebe es, zusammen mit den Kollegen zu spielen und sich in die verschiedenen Rollen hineinzuversetzen. Es gibt nichts, was mir mehr Freude bereitet.  ink

Die nächste Vorstellung

am Freitag, 26. Januar, ist ausverkauft. Karten gibt es noch für Samstag, 27. Januar, um 20 Uhr unter 0 81 31/32 64 00 oder mail@hoftheater-bergkirchen.de.

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