Flaches Haus mit Spielplatz davor
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Das Kinderhaus an der Maisach, von der Rückseite aus mit Blick auf den großen Garten, der Anbau ist an der linken Seite geplant.

Gemeinderat vergibt Auftrag für Baumaßnahmen in Günding

Kinderhaus kann erweitert werden

Die Gemeinde Bergkirchen erweitert das Kinderhaus in Günding - ein Millionenprojekt.

Bergkirchen/Günding – Die Baumaßnahme zur Erweiterung des Kinderhauses an der Maisach in Günding ist angelaufen, wie Günter Lutter vom Bergkirchner Bauamt dem Gemeinderat erklärte. Begonnen wurde zunächst mit der Verlegung des Fernwärmeanschlusses, sodass der Zugang zum Haus vorübergehend nur über einen schmalen Fußweg möglich ist.

„Zwischen dem geplanten Anbau und dem Bestand wird eine Art Lichthof liegen, das heißt, die Fenster werden erhalten bleiben. Die Ausgestaltung des Lichthofes ist noch offen, ob mit Rasen oder anderen Materialien“, sagt Bürgermeister Robert Axtner.

Die Planungen laufen seit geraumer Zeit. Der Grundsatzbeschluss wurde schon im März 2018 im Gemeinderat gefasst. Im vergangenen Dezember stimmte das Gremium der Kostenberechnung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Zuwendungen zu beantragen und die weiteren Verfahrensschritte einzuleiten. Den Zuschlag für die Fachplanung erhielt die Feldgedinger Firma MM-Plan GmbH.

In der nicht öffentlichen Januar-Sitzung wurden für die Fachplanungen Aufträge in Höhe von rund 100 000 Euro vergeben, und zwar an das Architektenbüro Rabl in Indersdorf (rund 52.000 Euro), für Tragwerksplanung an das Büro Bauko in Indersdorf (rund 15.000 Euro) und für technische Ausrüstung an die Firma MTM-Plan GmbH in Feldgeding (32.000 Euro).

Nach der Erweiterung sollen zwei zusätzliche Krippengruppen ins Haus einziehen. Es handelt sich um den ersten gemeindlichen Kindergarten, der noch in Amtszeit von Bürgermeister Hubert Huber in Bergkirchen gebaut wurde. Dass es in der Bauphase zu größeren Beeinträchtigung für den laufenden Kita-Betrieb kommen wird, davon gehen weder Iris Hille-Lüke als Gesamtleiterin der Bergkirchner Kitas noch Günter Lutter aus. Der Anbau werde entsprechend abgeschirmt, und die Arbeiten werden von der Gartenseite aus durchgeführt, sodass auch der Zugang zum Sportheim des SV Günding gewährleistet ist.

Aktuell sind in Günding 13 Mitarbeiterinnen inklusive der Hausleitung Claudia Laws beschäftigt, allerdings nur sieben Kräfte in Vollzeit bzw. annähernd Vollzeit (35 Stunden). „Wir sind ein offenes und inklusives Haus, in dem wir alle Familien mit ihren Kindern in einem Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt willkommen heißen möchten“, heißt es auf der Homepage des Kinderhauses.

Aufgrund der Lage zwischen Amper und Maisach bestimme die Nähe zur Natur das pädagogische Konzept und biete vielfältige Gelegenheiten für die Kinder, Erfahrungen in der Natur zu sammeln. Hinzu kommt, dass die Kinder im großen Garten hinter dem Haus viel Platz zum Spielen und Austoben haben.

Ingrid Koch

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