Kandidaten bei der Freien Wählergemeinschaft Günding-Neuhimmelreich (nicht alle Kandidaten waren anwesend). Sechste von rechts Roswitha Göttler (Spitzenkandidatin), Dritter von rechts Johann Schallermayer (Gemeinderat), im orangefarbenen Polo Wahlleiter Hans Rubey. foto: ink

Robert Axtner wird als Bürgermeisterkandidat unterstützt

Wählergemeinschaft hofft auf zwei Sitze: Kandidaten für Günding/Neuhimmelreich nominiert

Die Freie Wählergemeinschaft Günding-Neuhimmelreich hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl aufgestellt. Als Bürgermeisterkandidaten unterstützt sie den Mann der CSU. 

Günding – Die Freie Wählergemeinschaft Günding-Neuhimmelreich hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im Sportheim des SV Günding aufgestellt.

In der laufenden Amtsperiode vertreten Johann Schallermayer (Günding) und Erna Stippl (Neuhimmelreich) im Gemeinderat die Interessen ihrer Ortschaften. Erna Stippl tritt nach zwei Amtsperioden aus beruflichen Gründen nicht mehr an. Sie zählte auf, was in den vergangenen fünfeinhalb Jahren in Bergkirchen an wichtigen Bauvorhaben und großen Investitionen auf den Weg gebracht wurde und was noch aussteht wegen laufender Planungen.

Für Neuhimmelreich sei der Abwasserkanal ein Fortschritt und der Handwerkerhof für bis zu 15 Betriebe „in Arbeit“. Für das Moos wünscht sie sich die Umsetzung des Radweges nach Eschenried, möglichst bis zum Langwieder See. Für zu kurz gekommen hält sie das Moos in Bezug auf „Bauen im Außenbereich“, um Nachkommen die Möglichkeit zu verschaffen, auf eigenem Grund zu bauen.

Für Günding verwies sie auf das angegangene Projekt zum Hochwasserschutz, das die Gemeinde mit zwei Millionen Euro mitträgt. Die Erweiterung des Gündinger Kinderhauses an der Maisach sei ein Beispiel, um dem steigenden Bedarf in der Kinderbetreuung mit Krippe und Kindergarten gerecht zu werden.

Hans Rubey, ehemaliger Gemeinderat, holte als Wahlleiter die Zustimmung der 30 Wahlberechtigten ein, über die 18 Kandidaten auf der Liste in Blockwahl abzustimmen. Das Votum erfolgte einstimmig. Die Liste führt die 54-jährige Roswitha Göttler aus Günding an, die „auf einen Sitz im Gemeinderat hofft“ und, wie sie sagt, „auch den Mund aufmacht“. Sie ist als Landwirtin auch stellvertretende BBV-Kreisbäuerin, übt diverse weitere Ehrenämter aus und kandidiert für den Kreistag.

Johann Schallermayer junior, 51 Jahre, auf Platz zwei strebt die zweite Amtsperiode an: „Politik liegt in der Familie, denn der Vater engagierte sich Gemeinderat und der Großvater als Bürgermeister. Er betreibt Landwirtschaft „als Hobby“ und verdient sein Geld in der IT-Branche. Mitglied ist er im Dachauer Traditionsverein „D‘Ampertaler“. Schallermayer geht wieder von mindestens zwei Sitzen im künftigen Bergkirchner Gemeinderat aus.

Das Wahlprogramm soll erst im Januar oder Februar herausgegeben werden. Abgestimmt wurde auch über das Einverständnis, Robert Axtner (CSU) als Bürgermeister-Kandidaten zu unterstützen, und darüber hinaus dem gemeinsamen Wahlvorschlag aller Gruppierungen zuzustimmen. Wie es jetzt aussieht, ist der 44-Jährige Bankkaufmann der einzige Kandidat, doch sei, wie er auf Nachfrage mitteilte, „eine grüne Liste“ nicht ausgeschlossen.

Axtner, der 2014 über die Liste „FWG Eisolzried-Lauterbach-Kreuzholzhausen“ in den Gemeinderat kam und gleich zum dritten Bürgermeister gewählt wurde, stellte seine neun Eckpunkte vor und machte deutlich, seinen hoch geschätzten Vorgänger Simon Landmann „nicht kopieren zu wollen“, sondern als Vertreter einer jüngeren Generation in einer schnelllebigen Zeit neue Wege zu gehen, „ohne alles einzureißen“.

Die Liste auf einen Blick:

Roswitha Göttler (54 Jahre, Bäuerin), Johann Schallermayer (51, IT-Branche), Rainer Keil (53, Schreinermeister), Franz Gasteiger (52, Landwirt), Anneliese Zollbrecht (62, Verwaltungsangestellte), Michael Rieger (52, Prüfer Flughafentechnik), Ernst Kuisle (33, Kfz-Mechanikermeister), Alois Zollbrecht (63, Hausmeister), Frank Schmidt (63, IT-Manager), Sybille Acher (52, Assistenz Geschäftsleitung), Anton Göttler (27, Landwirt), Angela Unsin (50, kaufmännische Angestellte), Bernhard Ahamer (37, Bankkaufmann), Ralf Philipp Rubey (32, Automobilverkäufer), Maximilian Doll (57, Diplomingenieur Fahrzeugtechnik), Reiner Richard Hartl (50, Berufsfeuerwehrmann), Robert Ahamer (62, Systemmanager) und Ernst Kuisle (66, landwirtschaftlicher Lohnunternehmer).

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