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In allen Farben leuchten die Laternen von Karl-Heinz Kirchner. Der Bastler aus Bibereck findet seine Motive überall im Landkreis, wie hier die Kirche in Altomünster.

Karl-Heinz Kirchner bastelt Laternen

Leuchtende Unikate

Seit 15 Jahren bastelt der Biberecker Karl-Heinz Kirchner bunte Holzlaternen mit den Silhouetten von Kirchen und Ortschaften. Auf die Idee ist er durch Zufall gekommen.

Bibereck Zig Stunden sitzt er für eine Laterne an seinem Küchentisch, sägt, schneidet und klebt. 

„Du bist doch handwerklich begabt. Mach da doch was draus“, sprach ihn ein Bekannter an und drückte ihm einen Stapel mit Unterlagen zur Pirnaer Laterne in die Hand. Diese stadttypische Laterne wurde ursprünglich in den 30er und 40er Jahren scherenschnittartig aus Karton hergestellt.

Wo findet Karl-Heinz Kirchner seine Motive?

Der 70-jährige Biberecker wollte sich aber nicht mit dem zufrieden geben, was er da bekommen hatte. Die einfach gehaltenen Motive der Pirnaer Laterne wurden ihm bald zu eintönig. „Jetzt machst du halt daraus eine bayerische Laterne“, dachte er sich.

Als Motivvorlage dienten fortan Stadt- und Ortssilhouetten. Besonders die Kirchen entwickelten sich zu seinen markanten Motiven. „Die haben den größten Wiedererkennungswert“, so der 70-Jährige.

Ungefähr 20 Stück hat er bereits angefertigt. Jede davon ein handgefertigtes Unikat. Kirchner investiert viel Zeit und Herzblut in seine Laternen. Zuerst muss ein passendes Motiv gefunden werden. „Meistens nehme ich den Heimatort von demjenigen, dem ich die Laterne schenke.“ Bisher erfreut sich vor allem Kirchners Bekanntenkreis an den Laternen.

Wie lange braucht der Biberecker für eine Laterne?

Die Fotos seiner Motive überträgt er zunächst auf Papier und anschließend auf Sperrholzplatten. In kleinteiliger Handarbeit werden die feinen Motive mit Bohrer und Säge ausgearbeitet. Abschließend hinterlegt er die ausgeschnittenen Teile mit farbigem Transparentpapier und fügt alle Teile zusammen. „40 Stunden brauche ich für alle Arbeitsschritte zusammen“, schätzt Kirchner.

Kirchner: „Es soll ein Hobby bleiben“

Er will diese Zeit aber nicht als Arbeit verstehen: „Ich mache das, weil es mir Spaß macht und weil ich anderen eine Freude machen will.“ Auch dieses Jahr verschenkt er zu Weihnachten zwei Laternen: „Heuer sind sie mir besonders gut gelungen. Aber ich will nicht, dass die Bastelei zu viel wird. Es soll auch weiterhin nur ein Hobby bleiben.“ 

Thomas Benedikt

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