Josef Isemann
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Josef Isemann

Langjähriger SPD-Kommunalpolitiker aus Oberbachern ist im Alter von 89 Jahren verstorben

Trauer um Josef Isemann

Trauer um Josef Isemann: Der ehemalige Gemeinderat ist am 13. Januar kurz nach seinem 89. Geburtstag verstorben. Er schlief daheim im Kreise seiner Familie friedlich ein

Oberbachern/Bergkirchen – Josef Isemann hinterlässt seine Frau Margarete und seine beiden Söhne mit ihren Angehörigen sowie viele Freunde und Weggefährten.

Josef Isemann wurde am 9. Januar 1932 in Altomünster geboren. Von Beruf war der Oberbachener Maurer und Polier. Beliebt und bekannt war er vor allem für seine Hilfsbereitschaft, sein Engagement im kirchlichen Bereich, in der Kommunalpolitik und im Vereinswesen. Nach der Trauerfeier in St. Jakobus in Oberbachern findet Josef Isemann auf dem dortigen Friedhof seine letzte Ruhestätte.

Privat habe sich sein Vater aufgrund altersbedingter gesundheitlicher Einschränkungen von der Öffentlichkeit sehr zurückgezogen, berichtet Sohn Horst. „Zeitungsstudium und das Interesse an dem, was in der Gemeinde und in der Welt passiert, waren seine Hauptbeschäftigungen. Zu einem Späßchen war er jedoch immer aufgelegt. So konnten wir im engsten Familienkreis noch gemeinsam mit ihm seinen 89. Geburtstag feiern“, so der Sohn.

Seine kommunalpolitische Karriere begann Isemann in der früheren selbstständigen Gemeinde Oberbachern, als er für sechs Jahre von 1972 bis 1978 in den Gemeinderat unter Bürgermeister Josef Kronschnabl gewählt wurde. Der überzeugte Sozialdemokrat hat die Anfänge der SPD im Landkreis hautnah miterlebt. Der eigenständige Ortsverband Oberbachern war bereits 1946 entstanden.

Nach der Gebietsreform im Jahre 1978 vertrat der engagierte Kommunalpolitiker von 1978 bis 1999 als SPD-Gemeinderat seinen Heimatort in der neu gegründeten Gemeinde Bergkirchen. Zudem war er 30 Jahre Verbandsrat im Zweckverband der Wasserversorgungsgruppe Oberbachern. Die Erweiterung des Verbandsgebietes unterstützte er tatkräftig. Sehr viel Zeit opferte Isemann auch beim Bau des Veronika-Schützenheimes in Oberbachern. Als Bauleiter war er maßgeblich an der Planung beteiligt. Nach der Fertigstellung betätigte er sich dort noch viele Jahre als „Hausmeister“ und „Mädchen für alles“.

Ein Mann mit Erfahrung wird natürlich gebraucht, und so war es fast eine Selbstverständlichkeit, dass Josef Isemann beim Bau des Schützen- und Feuerwehrhauses in Unterbachern erneut um Unterstützung gebeten wurde. „Was immer an Arbeiten anfiel, ob mauern, verputzen, Decken verkleiden, Herr Isemann war immer zur Stelle“, so hieß es in der Laudatio von Bürgermeister Simon Landmann aus Anlass der Verleihung der Bürgermedaille in Gold im Jahre 2017.

Im Nachruf der Gemeinde Bergkirchen heißt es jetzt: „Wir verlieren mit Herrn Isemann einen äußerst geschätzten Menschen, der sich durch ein hohes Maß von Pflichtauffassung, Fleiß und Hilfsbereitschaft bei den Bürgern der Gemeinde Bergkirchen Achtung erworben hat.“

Und da gab es noch eine andere Seite: Josef Isemann war ein liebevoller, fürsorgender Familienvater. Er ging gerne ins Theater. So lange es seine Gesundheit zuließ, war er häufig zu Gast im Hoftheater Bergkirchen, zuletzt immer begleitet von Sohn Horst, der in die Fußstapfen seines Vaters trat, ob als langjähriger Gemeinderat oder Kirchenpfleger. INGRID KOCH

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