Polizeikontrolle eskaliert: Mann liefert sich Verfolgungsjagd mit Beamten

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Ein Ehepaar, das sich erst einmal auseinandersetzen muss: Christina Schäfer und Ansgar Wilk als Laurence und Pierre.

Premiere im Hoftheater Bergkirchen

25 Jahre Ehe in anderthalb Stunden

Um die Kunst des Lebens, die Liebe, das Älterwerden und neue Ziele geht es in der französischen Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ von Gérald Sibleyras und Jean Dell. Herbert Müller hat das humorvolle Stück mit seinen treffsicheren Pointen charmant inszeniert, die Premiere am Hoftheater war ein voller Erfolg.

Bergkirchen– Mit Christina Schäfer und Ansgar Wilk, die sich als Ehepaar Laurence und Pierre einen heftigen Schlagabtausch liefern, hat er die Rollen ideal besetzt. Die beiden perfekt aufeinander einspielten Darsteller schließen damit an den großen Erfolg der lange auf dem Spielplan stehenden amerikanischen Boulevardkomödie „Zwei linke Hände“ an. Hinter dem Stück mit viel Text und großer Bühnenpräsenz, dazu kommt verblüffende Leichtigkeit, steckt harte Arbeit. Für einen Gag sorgt Tobias Zeitz durch seinen überraschenden, stummen Auftritt als Modell-sitzender Spartakus.

Denn Ulrike Beckers hat die Bühne in ein Atelier verwandelt – Laurence malt. Ihre Zukunft mit Pierre malt sie äußerst schwarz: Die Kinder sind aus dem Haus, sie ist gerade Großmutter geworden, Pierre verkauft seine Firma. Das sich abzeichnende Rentnerdasein ohne Aufgaben bedeutet für sie das sichere Ende – nur noch essen und schlafen. Sie weigert sich, mit zum verabredeten Abendessen zu den Chalmets zu gehen, denn sie will endlich reden über die vergangenen 25 Jahre Ehe.

Pierre, der seriöse Steueranwalt, ist irritiert. Es treten ungeahnte Dinge zu Tage: Laurence hatte vor 19 Jahren gar keine Affäre mit Jacques. Doch genau diese Affäre war für Pierre „der Kitt, der die Beziehung zusammenhielt“. Der Ehebruch ließ damals die Beziehung neu erblühen. „Du warst so glücklich als betrogener Ehemann“, entschuldigt sich Laurence. Was bleibt ihm nun? Die Trennung und eine andere Frau, vielleicht eine junge Asiatin?

Irgendwann greifen die beiden zum Pinsel, um sich gemeinsam auf der Leinwand auszutoben und beim Rolling-Stones-Titel „I can’t get no satisfacion“ völlig auszuflippen.

Die Besucher in der ausverkauften Premiere haben die vergnügliche Komödie über die Ehe in vollen Zügen genossen, geschmunzelt, gelacht und sie wurden angeregt, selbst über die Kunst des Lebens zu reflektieren.

(ink)

Weitere Aufführungen

finden am 16. und 24. Juni, jeweils um 20 Uhr, statt. Karten sind erhältlich unter 0 81 31/32 64 00 oder mail@hoftheater-bergkirchen.de

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