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Banger Blick zur Decke:   Johannes Märtl, Andreas Eichinger, Siegfried Ketterl (v.l.) im Sanitärbereich der Sporthalle.

Sporthalle Bergkirchen

Wo läuft das Wasser?

In der Sporthalle Bergkirchen ist ein immenser Wasserschaden aufgetreten. Unklar ist die Ursache, klar ist jedoch, dass das teuer wird.

Bergkirchen – Seit Monaten sind Experten auf der Suche nach der Ursache des enormen Wasserschadens in der Sporthalle der Bergkirchner Schule. Entdeckt wurde der Schaden, als 15 Zentimeter Wasser auf dem Boden im Sanitärbereich mit den Duschen, Toiletten und Umkleidekabinen standen.

Dieser Bereich ist jetzt trocken, aber endgültig ist die Ursache auch nach Freilegen der Wände und des Bodens noch nicht geklärt. „Es zieht sich alles hin, aber wir müssen nach vernünftigen Lösungen suchen“, sagt Geschäftsstellenleiter Siegfried Ketterl. Man gehe inzwischen von mehreren Ursachen aus.

Die Verlegung der Wasserleitungen im Sanitärbereich bei der Errichtung der Dreifachturnhalle 1996/97 könnte eine Rolle gespielt haben, neben dem Eindringen des Wassers von außen. „Man hat es seinerzeit nicht besser können“, vermutet Ketterl.

Drei Spezialisten der Versicherung seien vor Ort gewesen, ohne zu einem schlüssigen Ergebnis zu kommen. Jedenfalls lehnt die Versicherung eine Schadensregulierung strikt ab, sodass die Gemeinde im Haushalt bereits 750 000 Euro eingeplant hat.

Bis Ostern 2020 wird es wohl dauern, bis die Sanierung vollständig abgeschlossen ist. Die Ausschreibungen mit „einem riesigen Leistungsverzeichnis“ laufen, so Ketterl. Eine Herausforderung besteht darin, die Arbeit der Estrichverleger, Maurer, Fliesenleger und Heizungsfachleute termingerecht zu koordinieren. Erschwert wird das Ganze dadurch, „dass alle Firmen volle Auftragsbücher haben“, so Ketterl.

Im Rathaus ist Johannes Märtl vom Gebäudemanagement zuständig. Auch Hausmeister Andreas Eichinger, der die Schäden teilweise feststellte, ist ständig auf Kontrollgang. „Der Schulbetrieb läuft ohne Probleme“, sagt Märtl. Das heißt: mit Einschränkungen. Die Kinder ziehen sich meist schon in den Klassenzimmern für den Sportunterricht um.

Viel mehr beeinträchtigt ist der Vereinssport des TSV Bergkirchen, weil die Dusch- und Toilettenanlagen außer Betrieb sind. Für die Handballdamen, bedeutet das, dass in der Schulturnhalle vorerst keine Heimspiele stattfinden dürfen.

INGRID KOCH

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