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Festakt 20 Jahre Schule Bergkirchen: Die Kinder bei der Begrüßung (links die kommissarische Schulleiterin Andrea Wiesner).

Schulhaus in Bergkirchen besteht seit 20 Jahren

Sturmerprobt und geliebt

In den 20 Jahren seines Bestehens hat das Schulhaus in Bergkirchen einiges mitgemacht. Jetzt wurde das kleine Jubiläum in der Turnhalle ganz groß gefeiert.

Bergkirchen – Mit einem großen Fest und zahlreichen Ehrengästen hat die Schulfamilie der Grund- und Mittelschule Bergkirchen den 20. Geburtstag ihres Schulhauses gefeiert. Kinder verschiedener Jahrgangsstufen eröffneten die Feier in der Turnhalle mit einem bunten Programm aus Musik und Tanz, bevor Andrea Wiesner als kommissarische Leiterin die Gäste aus Politik und Kirche, Schulrat Albert Sikora, ehemalige Kollegen, Eltern, Großeltern und ihre Schüler begrüßte.

Sie zeigte auf, wie langwierig sich die Planung des Gebäudes mit Dreifachturnhalle vom Grunderwerb im Jahre 1981 über die Ausschreibung hinzog, bis der Gemeinderat 1993 grünes Licht für die Finanzierung des großzügigen, modernen Schulhauses gab. Der Einzug erfolgte im November 1997.

Einen gewaltigen Schock und gewaltige Probleme verursachte ein Sturmschaden, der das Dach auseinanderriss. Zum Glück blieb es bei einem Sachschaden. Der ehemalige Rektor Josef Pscherer hat das Desaster hautnah miterlebt. Er ging in seiner Rede auf die Details ein, die generell vorhandenen technischen Mängel und den fehlenden Sonnenschutz, so dass die Gemeinde als Träger viele Sachen habe „ausbügeln“ müssen. Beschwichtigend habe auf ihn der Besuch des renommierten Architekten Günter Behnisch gewirkt, der sagte: „Freuen Sie sich über die hellen Räume. Ärgern Sie sich nicht kleinlich über Baumängel“.

Die Kommune ist nach Aussage von Pscherer sehr vorausschauend gewesen, indem sie für 600 Kinder plante, während es zunächst nur um 400 Schüler ging. Als positiv bewertet er auch, dass die Schule, weil sie „von Vandalismus verschont geblieben ist“, von den Kindern wirklich angenommen worden sei.

Als Neuerungen der vergangenen Jahre hob Andrea Wiesner besonders hervor: Einrichten der M10-Klasse, die zum mittleren Bildungsabschluss führt, offene Ganztagsschule für Mittelschüler, Partnerklassen mit Schönbrunn, Bläserklassen und das MINT-Projekt.

Bürgermeister Simon Landmann versicherte in seinem Grußwort, dass die Gemeinde immer „ein offenes Ohr für Neues“ haben werde. Das zeigt sich gerade bei der Schulhauserweiterung mit weiteren Klassenzimmern, einem großen Musikzimmer und dem Bau einer Mensa.

Und dann hatten Eltern und Gäste die Möglichkeit, sich durch die „Offene Schulhaustür“ ein Bild von der Welt des Lernens zu machen, ob in der Kreativ- und Bauwerkstatt, im Trommler- und Mitmachworkshop der Theater-AG oder bei diversen Vorführungen.

Besonders stolz ist Bürgermeister Simon Landmann darauf, dass Bergkirchen die erste MINT-Schule im Landkreis Dachau wurde, nachdem die Gemeinde dem MINT-Campus Dachau beigetreten war. Aus dem ehemaligen Physikraum ist mit Hilfe von Josef Fertl, einem sehr engagierten ehemaligen Physiklehrer des Josef-Effner-Gymnasiums, und dank der Anschaffung neuer Geräte ein attraktiver Unterrichtsraum für Versuche in Naturwissenschaft und Technik entstanden.

ink

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