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Findet viel Beachtung: „Frau mit Handtasche“ von Bernd W. Schmidt-Pfeil vor dem Bruggerhaus.

Bergkirchen

Schmidt-Pfeil hinterlässt weiter Spuren

Seit einigen Tagen begrüßt eine lebensgroße Figur an zentraler Stelle vor dem Bruggerhaus in Bergkirchen die Besucher, und sie findet viel Beachtung. „Frau mit Handtasche“, heißt das Werk des im vergangenen Jahr verstorbenen Künstlers Bernd W. Schmidt-Pfeil, der der Gemeinde Bergkirchen einige seiner Skulpturen vermacht hat. Wer sich hinter dieser Frau verbirgt, ist nicht bekannt.

Schmidt-Pfeil hatte über 20 Jahre lang seinen Schaffensmittelpunkt im Landkreis Dachau. Über seinen Großvater mütterlicherseits, den in Feldgeding ansässigen Ludwig Pfeil, war er mit der Bergkirchner Gastwirtsfamilie Pfeil verwandt. Nach zwei Jahren in Oberweilbach hatte sich Schmidt-Pfeil in Bergkirchen angesiedelt, wo er von 1979 bis 2003 lebte. Dort hinterließ „der Grenzgänger in Sachen Kunst“ seine Spuren 1997, unter anderen mit den wohl bekanntesten Figuren der drei lebensgroßen Schüler vor der Grund- und Mittelschule.

Nicht zu übersehen ist das Denkmalprojekt am Kulturhaus in Eschenried als Zeichen gegen Krieg und Gewalt. Dort ist neben den aufgestellten Tafeln über die historischen Zusammenhänge und die weitreichenden Auswirkungen der beiden Weltkriege im Moos ein Flugzeugwrack mit dem Titel „Absturz eines Jagdbombers“ errichtet. Dazu hatte der Künstler eine Figur in Kampfpilotenanzug in ein echtes Flugzeugwrack gesetzt und mit einer Aluminium-Silizium-Legierung überzogen.

Zwei weitere Skulpturen im patentierten Silicium-Aluminium-Gussverfahren von Schmidt-Pfeil werden demnächst im Gemeindebereich ihren Platz finden. „Die Sternenfrau“ kommt an den Maisach-Wanderweg, während die Skulptur „Christus“ in Absprache mit Pfarrer Albert Hack auf dem Gada-Mitfahrerparkplatz aufgestellt wird. Ingrid Koch

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