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Über elf ausverkaufte Vorstellungen durften sich die Feldgedinger Schauspieler freuen.

Theaterfreunde Feldgeding

Lustige Wortgefechte und viel Spuk

Was bringt die Zukunft? Und wen?  Elf Mal liefern die Theaterfreunde Feldgeding die Antwort: das „Bodschamperl“.

Feldgeding– Was immer die Theaterfreunde Feldgeding auf die Bühne bringen, die Vorstellungen sind im Voraus ausverkauft. Heuer führen sie elf Mal den Dreiakter „Bodschamperlspuk“ von Ralph Wallner im Wirtshaus Amperstub’n auf – deftiges Bauerntheater mit angriffslustigen Wortgefechten und viel Spuk. Die Regie führt Bärbl Neumeier.

Bevor es losging, erklärte Hubert Lindinger verschmitzt, was es mit dem „Bodschamperl“ oder dem Nachttopf einst auf sich hatte. In der Aufführung spielt „das magische Gefäß“ in verschiedenen Varianten eine wichtige Rolle, und zwar für rituelle Zwecke in der Rauhnacht, wenn Zukunftsdeutungen getroffen werden. Davon machen die Mädchen im Dorf Gebrauch, die auf der Suche nach dem Mann fürs Leben sind.

Und der Spuk beginnt. Es fallen plötzlich, wie von Geisterhand geführt, Besenstiele von der Wand, und Türen lassen sich nicht mehr öffnen. Schauplatz ist der seit 30 Jahren verwaiste Dunsterhof. Und nun gilt es vor allem aufzudecken, warum der Langfinger-Jockl (Bernhard Fritz) dort plötzlich mit seinem vermeintlichen Sohn, dem Abstauber-Bartl (Sebastian Melzer), auftaucht, nicht nur zum Erstaunen der Sonnhoferin (Manu Traunfelder), sondern auch des dominanten Malz-Beppo (Karl Thuro).

Bei den Männern ist Tschacko (Michael Lindinger) eine zentrale Figur, denn er, der „Unterbelichtete“, ist nicht zu unterschätzen. Ihm gelingt es mit einigen Tricks sogar, die züchtige Adelheid (Franziska Wilibald) ins „Kammerl“ zu locken. Der abenteuerlustigen Giggi (Conny Willibald) hat es der fesche Abstauber-Bartl angetan, und der bodenständigen Mina Sonhofer (Martina Menzel) verheißt ein Briefträger Glück.

Die jungen Darsteller stehen seit ihrer Kindheit bei den Theaterfreunden auf der Bühne, für Nachwuchs ist also gesorgt, und sie nehmen es mit „den alten Hasen“ auf. Seit 1980 bringt die Laienbühne jedes Jahr einen Dreiakter heraus, und das Stammpublikum hält den ambitionierten Theaterfreunden, die die bairische Sprache pflegen, die Treue.

Die Zuschauer jedenfalls haben sich vom ersten Moment an köstlich amüsiert, wie die Darsteller sich gegenseitig die Bälle zuwerfen. Mit Riesenbeifall bedankten sie sich für den vergnügten Abend. Dazu gehört immer auch gutes Essen und Trinken. Fred Neumeier ist verantwortlich für die aufwendige Bühnentechnik, und Christl Melzer souffliert.

INGRID KOCH

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