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Argentinische Gäste: Baldosa Floja auf der Freilichtbühne in Lauterbach.

„Quinteto de Tango“ in Lauterbach

Theatersommer Bergkirchen: Kein alltäglicher Tango-Abend

Im Rahmen des Musikalischen Theatersommers Bergkirchen war das Münchner „Quinteto de Tango“ an einem heißen Sommerabend auf Einladung des Hoftheaters zu Gast auf der Freilichtbühne in Lauterbach.

Zwischen der Alten Schule und der Halle des TC Lauterbach in dem faszinierenden Bühnenbild von Ulrike Beckers nahmen die Musiker von „Baldosa Floja“ in ihrem anspruchsvollen Programm die Zuhörer mit auf die Reise in die vielschichtige Welt des argentinischen Tangos als „eine Hommage an den Zauber des Augenblicks“.

Zu hören waren eigens angefertigte neue Arrangements bekannter Klassiker wie das Stück „Lo que vendra“ von Astor Piazzolli (1921-1992), dem weltweit verehrten argentinischen Bandeonspieler und Komponisten.

Leider waren von Beginn an wegen technischer Probleme mit den Mikrofonen die Ansagen zu den gespielten Werken nur schwer zu verstehen. Also galt es, in dem 90 Minuten dauernden stimmungsvollen Konzert die Musik auf sich wirken zu lassen, bei einem zauberhaften Sonnenuntergang – und durch die Luft schwirrenden Fledermäusen.

Das richtige „Tangofeeling“ oder die angekündigte „Liebe des Quintetts zum Tango, zu seiner betörenden Musik und dem Ausdruck von Sehnsuchtkam erst im zweiten Teil auf. Vielleicht lag es an der konzertanten Auswahl. „Die Stücke waren richtig schwer, zwar sehr gut umgesetzt, aber bei einer Open-Air-Aufführung erwarte man eher einen etwas „leichteren Ohrenschmaus“, meinte eine Besucherin.

Gekrönt wurde der Tangoabend dann noch mit einem „Leckerbissen“ und wunderschönen Solopassagen des Pianisten Juan José Chuquisengo in Piazollas emotionalem Stück „Adios Nonino“, das in Erinnerung an den Vater Vicente Nonino Piazzolla geschrieben worden ist. Und für den herzlichen Applaus wurden die Zuhörer als Zugabe mit „La cumparsita“, einem der meist gespielten Tangos des Uruguayers Gerardo Matos Rosdiguez, belohnt.

Die Formation „Baldosa Floja“ setzt sich zusammen aus: Juan José Chuquisengo (Piano), Teresa Brunnmüller (Bandoneón) James Ogle (1. Violine), Beate Fischer (2. Violine) und Achim Arbandt (Kontrabass).

Am morgigen Mittwoch um 20 Uhr findet die letzte der drei Rahmenveranstaltungen statt, wenn das Monaco Swing Ensemble zu „Jazz unterm Sternenhimmel“ einlädt. Ingrid Koch

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