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Ein Jahr lang vorbereitet: Die Amper-Musikanten Bergkirchen mit Günther Wellmann am Pult bei ihrem Jubiläumskonzert.

20 Jahre Amper-Musikanten Bergkirchen

Von Jena bis Südtirol

Wie immer bestens vorbereitet und in Spiellaune haben sich die Amper-Musikanten aus Bergkirchen an ihrem Ehrentag präsentiert. Vor ausverkauftem Haus begeisterten sie mit ihrem Jubiläumskonzert.

Günding – Ein starker Auftritt zum 20. Geburtstag der Amper-Musikanten Bergkirchen in der Gündinger Sporthalle vor vollem Haus: Die Blaskapelle unter der Leitung von Kapellmeister Günther Wellmann hat sich ein Jahr lang auf den großen Tag vorbereitet, ein Probenwochenende im Berchtesgadener Land verbracht, um dem Publikum beste Unterhaltung mit zünftiger Blasmusik zu bieten.

„Von der C-Klasse in die Bundesliga“ habe Günther Wellmann als ambitionierter musikalischer Leiter die Musikanten „mit ruhiger Hand“ in zwei Jahrzehnten geführt, betonte Vereinsvorsitzender Kurt Weissenberger bei der Begrüßung. „Ohne Wellmann wäre das Projekt gescheitert“. Er habe den eigenen Stil entwickelt und dazu beigetragen, dass die Kapelle mit 40 Auftritten im Jahr weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt sei – mit Auftritten von Jena bis Südtirol und sogar einem Gastspiel in Berlin.

Zu den Ehrenästen beim Jubiläumskonzert zählten neben Bürgermeister Simon Landmann, Landrat Stefan Löwl und MdL Bernhard Seidenath auch Vereinsvorsitzender Tilo Ederer von der Knabenkapelle Dachau und deren musikalischer Leiter Eduard Civeja, denn einige Mitglieder der Amper-Musikanten, so auch Wellmann, hatten ihre Ursprünge bei der Knabenkapelle. Sie trafen sich 1996 wieder, nachdem sie 15 Jahre kein Blasinstrument mehr gespielt hatten. So überreichte Ederer ein Bildgeschenk „aus der Heimatbasis“.

Ein „Glücksgriff sei das Domizil in Eschenried“, betonte Weissenberger, doch „ganz uneigennützig“ habe die Gemeinde Bergkirchen nicht gehandelt, weil sie nun eine „funktionierende“ Blaskapelle habe, die ihren Namen trage. Bürgermeister Simon Landmann ging in seinem Grußwort darauf ein und erinnerte daran, wie der inzwischen verstorbene Otto Sauter damals auf der Suche nach einem Übungsraum den Kontakt zu ihm aufnahm. Seit dieser Zeit stehe fest: „Ihr gehört zu uns, Ihr seid mit Eurer anspruchsvollen Blasmusik eine Bereicherung für unsere Gemeinde“. Landrat Stefan Löwl dankte im Namen des Landkreises „für die tolle Leistung und das Engagement, das Sie in 20 Jahren gezeigt haben“.

Und dann ging es los mit dem wohl ausgewählten Programm „Musikanten-Grüße“, durch das Wolfgang Fritsch führte. Es erklangen Walzer, Polka, Konzertmärsche im bayerisch-böhmischen Stil und verträumte Melodien wie „Sommernacht in Prag“ von Jaromir Vejoda, gesungen von Monika Herr und Siegfried Lachmann. Zu hören waren ebenso temporeiche Stücke wie „Zwei Superhörner“ für Tenorhorn und Bariton mit den Solisten Katrin und Stefan Döring.

Zum Konzertabschluss bestätigte sich noch einmal: „Die Musik geht uns ins Blut“ des unvergessenen Egerländer Komponisten Ernst Mosch. Dem Ruf aus dem begeisterten Publikum nach Zugaben kamen die Musikanten gerne nach. Noch eine „Böhmische Liebe“ mit Gesang und als Referenz an die Zeit bei der Knabenkapelle der mitreißende Marsch zum Mitklatschen, „Military Escorte“.

Mit stehenden Ovationen für Blasmusik vom Feinsten anlässlich einer gelungenen Geburtstagsfeier belohnte das Publikum die Amper-Musikanten Bergkirchen, die der Spaß an der Musik verbindet.

ink

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