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Die Blum Buam sorgten für Stimmung.

90 Jahre TSV Bergkirchen

Von allen Seiten kräftig gelobt

Großes Lob und viel anerkennende Worte bekam der TSV Bergkirchen zu hören, der jetzt sein 90-jähriges Bestehen groß feierte. Und dabei so manchen verdienten Mitstreiter ehrte.

Bergkirchen – Der Turn- und Sportverein Bergkirchen hat sein 90-jähriges Bestehen mit einem gelungenen Fest in der bis auf den letzten Platz besetzten Maisachhalle gefeiert.

„Was wäre die deutsche Kultur ohne unsere Vereine?“ Diese Frage stellte der Dachauer Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbands, Hans Albrecht, in seinem Grußwort, um dem TSV Bergkirchen mit seinen knapp 1000 Mitgliedern, darunter mehr als ein Drittel Kinder und Jugendliche, seine Anerkennung auszusprechen und den Mitgliedern zu danken für die „uneigennützige und zeitaufwändige Arbeit in ehrenamtlicher Funktion“.

Bürgermeister Simon Landmann blickte zurück auf die wechselvolle Vereinsgeschichte seit 1927 und lobte das Erreichte, vor allem die vorbildliche Jugendarbeit und den gesellschaftlichen Beitrag durch das rege Vereinsleben. Die gepflegte Sportanlage sei „eine Perle in der Gemeinde“. Als Geschenk hatte er einen Scheck für die Jugendarbeit mitgebracht.

Landmann schnitt kurz die Notwendigkeit des Abrisses der maroden Maisachhalle an und die Aufgabe, die mit dem Neubau auf den TSV Bergkirchen zukommt, aber „wir kriegen das hin“, versicherte er im Hinblick auf die zu stemmenden Finanzen.

Vorsitzender Helmut Umkehrer hatte in seiner Begrüßungsansprache bereits „das große Bauvorhaben“ thematisiert und angekündigt, dass „in zwei Jahren die Halle steht“. Der TSV Bergkirchen weiß die großzügige Unterstützung von Seiten der Gemeinde sehr zu schätzen.

Umkehrer äußerte sich zufrieden über den Sportbetrieb und die gute Zusammenarbeit der Abteilungen mit dem Vorstand, zu der sein Stellvertreter Peter Seiler, Schatzmeister Josef Reischl, Angelika Scherer, Florian Brummer, Wolfgang Melzer und Jürgen Salaj gehören. In stillem Gedenken wurde des im Januar dieses Jahres verstorbenen Beirats Franz Rieger gedacht.

Sorgen macht Umkehrer, wie es auf Dauer mit dem Nachwuchs weitergeht, weil es an zusätzlichen Betreuern fehlt und langfristig der Sportbetrieb in Gefahr geraten könnte. Im Handball hat sich die Zusammenarbeit mit dem TSV Schwabhausen bewährt. Im Jugendfußball trägt die Spielgemeinschaft mit dem SV Günding Früchte, die erst nach Überbrückung der jahrelang bestehenden Rivalität zustande kam. Beide Vereine überbrachten Glückwünsche.

In den Mittelpunkt wurden im offiziellen Teil die Leistungen der anwesenden ehemaligen Vorsitzenden gerückt, auf die die Erfolge aufbauen: Rudolf Widmann, zugleich Ehrenmitglied, erfuhr, wie er berichtete, 1965 nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub, dass er Nachfolger von Franz Umkehrer geworden war. Von 1966 bis 1976 und von 1981 bis 1982 stand er an der Spitze.

Ihm folgte Martin Steininger von 1976 bis 1979 und von 1985 bis 1988. Franz Blatt übte das Amt von 1979 bis 1981 aus, ist jedoch nach wie vor, auch ohne Amt, im Verein unersetzlich, unter anderem, was das Tagesgeschäft angeht.

Josef Heitmeier leitete von 1982 bis 1985 die Geschicke vor Arno Breuninger (1988-1997). Johann Märkl prägte den Sportverein zehn Jahre lang von 1997 bis 2007. Auf ihn folgte Jürgen Salaj von 2007 bis 2013, bis Helmut Umkehrer das Amt übernahm.

Zu feiern galt es auch die Ehrenmitglieder des Vereins: Zunächst einmal Altbürgermeister Hubert Huber, dem der ganze Saal ein Ständchen zum 85. Geburtstag brachte. Josef Haas hat sich in verschiedenen Funktionen verdient gemacht, unter anderem, als er durch sein schnelles Eingreifen beim Hochwasser 2013 die Überschwemmung von Vereinsheim und Maisachhalle verhinderte.

Der agile 94-jährige Josef Zacherl ist seit 80 Jahren Vereinsmitglied, ein Musterbeispiel dafür, was der Sport vermag. Musikalisch sorgten die Blum-Buam für gute Stimmung mit witzigen Beiträgen und einem großen Repertoire an alten und neuen Hits und bekannten Melodien zum Mitsingen.

Mit Andi und Michi hatte der Verein einen guten Griff getan, denn die beiden fanden den richtigen Ton, rockten den Saal, und Michi präsentierte Stars wie Max Raabe, Peter Maffay und Udo Lindenberg. So wurde der Abend richtig stimmungsvoll.

ink

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