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historischer Kulisse, voran die Veteranen mit ihrer restaurierten Flagge.

Veteranen- und Reservistenkameradschaft Lauterbach-Palsweis 

Mahner für den Frieden

Das ganze Dorf war auf den Beinen und half kräftig zusammen, damit das 150-jährige Bestehen der Veteranen- und Reservistenkameradschaft Lauterbach-Palsweis gebührend gefeiert werden konnte. Und es wurde wahrlich eine würdige Festveranstaltung!

Lauterbach – Es hat alles gepasst: Der Himmel strahlte, und die Dorfgemeinschaft stellte wieder einmal ihren Zusammenhalt unter Beweis. Darüber freute sich ganz besonders Thomas Heitmeier, Vorsitzender der Veteranen- und Reservistenkameradschaft Lauterbach-Palsweis, bei der Begrüßung der Gäste in der Halle des TC Lauterbach aus Anlass des 150. Gründungfestes, das die ortsansässigen Vereine mitgestalteten und mitfeierten.

Der Festtag hatte mit einer Heiligen Messe in St. Jakobus begonnen, zelebriert von Pfarrer Albert Hack und stimmungsvoll umrahmt vom Feldgedinger Männerchor und einer Bläsergruppe. Bevor sich der Zug mit den Fahnenabordnungen und den zahlreichen Kirchenbesuchern, voran die Musiker der Egenhofer Blaskapelle, zur Festhalle formierte, erfolgte die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal zu Ehren der Verstorbenen, Vermissten und Gefallenen aus den Weltkriegen. Im Rahmen einer kleinen Andacht mit Salutschüssen der Böllerschützen von Gemütlichkeit Lauterbach zur Melodie des traditionellen Soldatenlieds „Ich hatt’ einen Kameraden“ würdigte Pfarrer Hack die ureigene Aufgabe der Veteranen, sich als Mahner für den Frieden einzusetzen.

Bei der Gründung des Vereins im Jahr 1858 sei es noch „das stolze und ehrenhafte Anliegen“ der jungen Männer gewesen, in den Krieg zu ziehen, so Bürgermeister Simon Landmann in seinem Grußwort. In der heutigen, ebenfalls konfliktreichen Zeit mit Terror und Krieg seien die Veteranen „ein kleiner Baustein“, um ihren Beitrag für friedlichen Zusammenhalt zu leisten. Für die „wertvolle Arbeit“ bedankte er sich im Namen des Gemeinderats, sowie für die Pflege des Kriegerdenkmals.

Thomas Heitmeier (Heißhof), der das Amt des ersten Vorsitzenden seit 1992 ausübt, wird unterstützt von einem tatkräftigen Team mit Stellvertreter Johann Groß (Priel), Kassenwart Benedikt Oswald und Schriftführer Georg Hartmann (beide Lauterbach). Beisitzer sind Josef Groß, Johann Dexl (beide Palsweis) und Josef Sailer (Lauterbach). Der Verein zählt 98 Mitglieder.

Am 1. Januar 1868 hatten sich die Lauterbacher Veteranen von dem ursprünglichen Verein in Andechs getrennt und später die Umbenennung in „Veteranen- und Reservistenkameradschaft Lauterbach-Palweis“ vollzogen. Während das Vereinsleben infolge des Zweiten Weltkrieges lange ruhte, übernahm Benedikt Groß aus Priel im Jahre 1951 den Vorsitz.

Zum Jubiläum hatte sich der Vorstand entschlossen, die für den Verein wertvolle, 1929 erworbene Fahne restaurieren zu lassen. Wegen des erheblichen Kostenaufwands von 5000 Euro war ein Spendenaufruf erfolgt, der auf großes Echo stieß und 6500 Euro in die Kasse fließen ließ. Mit einem praktischen Geschenk erfreuten die Damen des Gartenbauvereins, indem sie den prächtigen Blumenschmuck in der Festhalle beisteuerten, während Feuerwehrvorstand Norbert Schmid „zwecks Verjüngung“ mit seinem Vereinsbeitritt überraschte.

Zusammen mit Gemeindechef Landmann ernannte Heitmeier die vier ältesten Veteranen zu Ehrenmitgliedern: Georg Maier (Jahrgang 1924 aus Palsweis) wird krankheitsbedingt die Ehrentafel nachgereicht. Anton Will (1927, Palsweis), Josef Mühlthaler (1927, Palsweis) und Ferdinand Lindinger (1927, Lauterbach) nahmen die Auszeichnung selbst entgegen. Ingrid Koch

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