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Interkulturelles Konzert: Mathew James White (rec hts) mit Workshop-Teilnehmern in der Bergkirchner Schule.

Interkulturelles Konzert

Persische Popmusik und afrikanische Klänge

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ haben in der Schulaula Schüler, Lehrer, die beiden Vhs-Chöre und Geflüchteten ein buntes Musikprogramm im ersten interkulturellen Konzert präsentiert.

Bergkirchen– Simone Kastl-Frisch, Vorsitzende der Bildungseinrichtung, stellte zunächst das neue Format des interkulturellen Konzerts vor. Weitere Grußworte sprachen die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki, die die Bedeutung der Musik und der musikalischen Bildung hervorhob, und Bergkirchens dritter Bürgermeister Robert Axtner, der seine Anerkennung für das Engagement zum Ausdruck brachte.

Beim Publikum kam unter anderem der Auftritt von drei jungen Afrikanern gut an, die mit selbstgeschriebenen Texten zu Afro-Beat-Klängen rappten. Genauso mitreißend war der Beitrag eines deutsch-iranischen Percussion-Duos, das mit afrikanischer Djembe und persischer Darbuka afrikanisch-persische Rhythmen spielte.

Auch der schon im dritten Jahr laufende „Asylchor Bergkirchen“ wirkte mit. Er wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie im Rahmen des Landkreisprojekts „Demokratie leben“ gefördert und geleitet von der Musiklehrerin Alessandra Massi-Kluge. Einmal im Monat treffen sich die Musikbegeisterten in der Asylbewerberunterkunft in Gröbenried. Für das aktuelle Konzert hatte der Chor vier Lieder einstudiert, zwei davon erklangen zusammen den Vhs-Voices unter der Leitung von Dagmar Kastl.

Ein weiteres interessantes und im Landkreis einmaliges Projekt war in Zusammenarbeit mit dem IMA-Team (Integration mit Augenmass) des Landratsamtes entstanden, gefördert über das Bayerische Ministerium für Familie und Integration. Für den jährlich stattfindenden Fußball-Integrations-Cup, bei dem Mannschaften aus den verschiedenen Asylbewerber-Unterkünften im Landkreis im sportlichen Wettkampf gegeneinander antreten, sollte ein Sport-Song komponiert werden. So entstand unter der Leitung des neuseeländischen Singer/Songwriters Mathew James White der Ohrwurm „Never gonna give up“, der gleich zu Beginn des Konzertes uraufgeführt wurde, perfekt und sympathisch präsentiert von Mathew James White und den Workshopteilnehmern aus Afrika, Iran und Deutschland – eine moderne Performance mit coolen Dance-Moves und Rap-Texten angereichert.

Beim Auftritt einer iranischen Band zum Schluss des Konzerts tanzte das begeisterte Publikums ausgelassen zu den mitreißenden Klängen persischer Pop-Musik mit. „Es war eine lebendige, bunte und sehr vielfältige Veranstaltung, bei der deutlich wurde, dass Musik die Menschen unterschiedlichster Herkunft, Hautfarbe oder Religion verbindet“, so Kastl-Frisch.

ink

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