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Kirchenmusikalische Werke aus verschiedenen Jahrhunderten: das Vokal-Ensemble München mit Viktor Töpelmann.

Vokal-Ensemble München zu Gast in der Pfarrkirche St. Johann Baptist Bergkirchen

Passionskonzert hätte mehr Zuhörer verdient

Zu einem Passionskonzert der besonderen Art mit einem fein abgestimmten anspruchsvollen Programm war das Vokal-Ensemble München unter der Leitung von Viktor Töpelmann erneut zu Gast in der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Bergkirchen.

Bergkirchen – Enttäuschend für die Künstler und Bergkirchens Kulturreferentin Edith Daschner war die spärliche Besucherzahl für das im Rahmen der Bergkirchner Kulturtage 2018 veranstaltete Konzert mit kirchenmusikalischen Werken aus verschiedenen Jahrhunderten, gesungen in lateinischer, deutscher und englischer Sprache. Im Mittelpunkt der Darbietung stand die Vertonung des Passions-Textes nach Matthäus von Bartholomäus Gesius (1555-1613). In seiner Zeit als Komponist hoch geschätzt, war Gesius von 1593 bis zu seinem Tod 1613 Kantor an der Marienkirche in Frankfurt an der Oder.

Während einige seiner Choral-Melodien bis heute im evangelischen Gesangsbuch stehen, freute sich das Vokal Ensemble München „Gesius’ selten zu hörende sechs-stimmige Matthäus-Passion zum Klingen zu bringen“.

Motetten des franko-flämischen Komponisten Clemens non Papa (1510-1556) und deutsche Gesänge von Johannes Eccard (1553-1611) komplettierten das Programm. Nicht zu vergessen die romanische Ostermotette des irischen Komponisten Charles Villiers Stanford (1852-1924) nach dem Gedicht von Mary Coleridge (1861-1907) „When Mary through the Garden went“ (Als Mary durch den Garten ging): Der österliche Garten verspricht Hoffnung auf Leben und lässt das österliche Licht musikalisch bereits in die Passionszeit hineinscheinen. Das Vokal-Ensemble München, das auf instrumentale Begleitung verzichtet, konzentriert sich in seinem Repertoire auf alte Musik und das auf höchstem Niveau. Das gelingt, weil „der Großteil der Sänger intensive gesangliche Vorbildung in das Ensemble einbringt“.

Die Zuhörer in der Johann-Michael-Fischer-Kirche zeigten sich tief bewegt von den mit großer Klangintensität und Ausdrucksstärke dargebotenen Werken – und das im wunderschönen Ambiente des spätbarocken Gotteshauses. Ingrid Koch

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