Junger Mann
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Neuer Kirchenmusiker: Christoph Mairiedl an der Orgel in Sankt Johann Baptist.

Vollblutmusiker

Christoph Mairiedl ist der neue Organist und Kirchenmusiker in Sankt Johann Baptist - mit 17 Jahren

Mit gerade einmal 17 Jahren ist Christoph Mairiedl der neue Organist und Kirchenmusiker in der Pfarrkirche Sankt Johann Baptist in Bergkirchen.

Bergkirchen – Christoph Mairiedl ist als neuer Organist und Kirchenmusiker seit einiger Zeit in der Pfarrkirche Sankt Johann Baptist in Bergkirchen tätig. Zu Hause ist er in Vierkirchen. Pfarrer Albert Hack freut sich, wie er sagt, über „die Verstärkung“. Der junge, vielseitige Musiker spielt dort alle heiligen Messen an Sonn- und Feiertagen, auf Anfrage unter anderem auch bei Beerdigungen und Hochzeiten, wenn es die Zeit zulässt. Für ihn ist „Musik die Sprache der Engel“. Der Glaube und die Musik sind für ihn „tief miteinander verbunden“.

Die Dauer seiner Beschäftigung in Bergkirchen steht noch nicht fest. Zu seinen musikalischen Zielen gehört der erfolgreiche Abschluss des Masterstudiengangs des Kirchenmusikstudiums an der Musikhochschule München. Und er hat auf YouTube einen eigenen Kanal mit dem Namen „Christoph Mairiedl“, auf den er Beispiele seiner Eigenkompositionen in Videos, zum Ansehen und Hören gestellt hat.

Die Heimatzeitung hat den erst 17-jährigen Vollblutmusiker, der seit dem vierten Lebensjahr von seinem Vater auf dem Klavier unterrichtet wurde und bereits bei Konzerten auftrat, egal, ob als Pianist, Dirigent oder Komponist, zu seiner neuen Aufgabe und der Liebe zur Musik befragt:

Wie sind Sie nach Bergkirchen gekommen und wie gefällt es Ihnen?
Kurz gesagt, ist der Kontakt zu Bergkirchen durch den dortigen Diakon Hans Steiner zustande gekommen, der mein Firmpate und ein sehr guter Freund der Familie ist. Er fragte mich, ob ich Interesse hätte, in Bergkirchen die Stelle als Kirchenmusiker anzunehmen. Für mich ist die Bergkirchner Kirche ein besonderer Ort, da ich dort als kleiner Junge das erste Mal in meinem Leben auf einer Orgel spielte. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich mit pochendem Herzen auf die Orgelbank rutschte, alle Register zog und die Toccata in d-Moll von Johann Sebastian Bach, die ich davor auf dem Klavier lernte, zu spielen versuchte. Mir gefällt es sehr gut in St. Johannes Baptist. Die Leute dort sind sehr nett, freundlich und hilfsbereit. Die Kirche sieht in ihrem barocken Stil innen sehr schön aus. Nicht zu vergessen ist natürlich die gute Akustik, die diese Kirche durch ihren Rundbau des Kirchenschiffs erzeugt.
Wie ist Ihre Liebe zur Musik gewachsen?
Die Liebe zur klassischen Musik wächst bei mir schon, seit ich denken kann, als mein Papa am Klavier spielte und ich danach versuchte, meine eigenen Melodien und Harmonien zu spielen und diese aufzuschreiben. Wir sind früher regelmäßig an Sonn- und Feiertagen nach München zur Hl. Messe gefahren. Dort wurden oft Orchesterwerke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und anderen großen Komponisten gespielt und gesungen. Das erweckte bei mir so viel Faszination und Begeisterung, sodass ich selbst solch berührende Musik schreiben wollte. Erst waren es ein paar Bleistiftkritzeleien auf einem Notenpapier, aber nach und nach lernte ich die verschiedenen Klänge der Instrumente in Harmonien zusammenzuführen und zu notieren. Das Orgelspiel habe ich mir selbst durch große Erfahrung im Klavierspiel beigebracht. Dadurch hatte ich auch dort die Möglichkeit, meinen ganz eigenen Stil in der Improvisation und Komposition zu bilden. So entwickelte sich bei mir zum großen Teil eine Mischung zwischen der großartigen Polyphonie von Bach und der Verspieltheit von Mozart.
Warum lieben Sie die Musik?
Wenn ich zum Beispiel am Instrument sitze und spiele, komponiere oder dirigiere, verschlägt es mich plötzlich in eine ganz andere Gefühls- und Gedankenwelt. Man nimmt das Äußere in diesen Momenten oft gar nicht mehr richtig wahr. Ja, es kommt mir oft so vor, als ob ich mit jemandem kommunizierte, aber eben über eine andere Art.

Ingrid Koch

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