Frau mit dunklem Haar und Brille
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Leitet die Nachbarschaftshilfe: Edith Daschner.

Herausforderungen 2020 gut gemeistert

Zulauf bei Nachbarschaftshilfe „dank“ Corona

Corona hat Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens - für die Nachbarschaftshilfe Bergkirchen sogar einen positive Effekt: Mehr Menschen wollen helfen.

Bergkirchen – Aufgrund der Corona-Pandemie war 2020 auch für die Nachbarschaftshilfe Bergkirchen ein besonderes Jahr mit neuen Herausforderungen, die allerdings hervorragend gemeistert wurden.

„Füreinander da sein“ lautet das Motto der Nachbarschaftshilfe Bergkirchen, die im Jahre 2002 von dem Agenda-Arbeitskreis „Soziales Miteinander“ gegründet wurde, mit dem Ziel, „ein soziales Netz von Bürgern für Bürger“ aufzubauen, das sich über alle Ortsteile der Gemeinde erstreckt. Edith Daschner ist die Leiterin von Beginn an. Sie berichtet: „Zu den üblichen Diensten der Nachbarschaftshilfe wie Besuche, Spaziergänge, Fahrdienste zu Ärzten und Einkaufen kam im Frühjahr nach Ausbruch der Pandemie der Einkauf für alle Senioren und Betroffenen hinzu, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selber einkaufen konnten oder sollten.“

Erfreulich sei die Tatsache gewesen, so Daschner, „dass viele Bürgerinnen und Bürger sich bereitfanden, mitzuhelfen. Aus diesem Kreis der Engagierten haben sich 15 Personen bereiterklärt, bei der Nachbarschaftshilfe künftig mitzuarbeiten. Ich freue mich sehr, dass wir dadurch auch viele junge Helferinnen und Helfer gewinnen konnten.“

2020 wurden laut Statistik 2635 Kilometer gefahren, zu Arztterminen, Therapien oder zum Einkaufen. An 530 Stunden wurden Bürger betreut, zum Beispiel bei Besuchsdiensten, Spaziergängen oder beim Einkaufen. „Die Anzahl der nicht erfassten Stunden ist aber sicher hoch“, so Edith Daschner.

Seniorenfrühstück soll fortgesetzt werden

Die neue Einrichtung für die Senioren, das Seniorenfrühstück am ersten Freitag im Monat in Oberbachern, konnte wegen der Auflagen leider nur von August bis Oktober angeboten werden. „Es wurde sehr gut angenommen, und wir hoffen“, so Daschner weiter, „dass die Inzidenz-Zahlen im Frühjahr es zulassen, dieses Angebot wieder aufzunehmen.“

Die Zusammenarbeit von Nachbarschaftshilfe und Sozialbüro hat sich bewährt, unter anderem bei der jüngsten Aktion, dem Packen und Ausfahren der rund 1300 Weihnachtstüten mit Köstlichkeiten, Informationsmaterial und einem Fragebogen, um noch gezielter auf die Belange der älteren Bürger eingehen zu können. Die Gemeinde hofft auf guten Rücklauf.

Ansprechpartner für die Senioren sind neben Edith Daschner das Sozialbüro mit Ute Hönle im Bruggerhaus sowie der Seniorenbeauftragte Reinhold Heiß und der Behindertenbeauftragte Nils Brodd. Die Kontaktdaten sind dem Flyer der Nachbarschaftshilfe und des Sozialbüros zu entnehmen. Weitere Informationen sind nachzulesen unter www.bergkirchen.de.

Ingrid Koch

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