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Beschaulichkeit wie von Carl Orff gewollt

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Die Weihnachtsgeschichte schlicht und ganz im Sinne von Carl Orff haben in Bergkirchen Chor und Orchester und die Hirtabuam aus Unterbachern zum Klingen gebracht. Foto: INK
Die Weihnachtsgeschichte schlicht und ganz im Sinne von Carl Orff haben in Bergkirchen Chor und Orchester und die Hirtabuam aus Unterbachern zum Klingen gebracht. Foto: INK

Bergkirchen - Ohne Sentimentalität, wie von Carl Orff beabsichtigt haben zwei Chöre und Instrumentalisten in der Bergkirchner Pfarrkirche die Weihnachtsgeschichte zum Klingen gebracht: in bayerischer Mundart.

„Die Weihnachtsgeschichte“ aus dem Jahre 1948 von Carl Orff für Soli, Chor und kleines Orchester ist ein traditionsgebundenes Spiel in bayerischer Mundart, geschrieben für den Bayerischen Rundfunk. Den kraftvollen Dialekt beherrschen die Unterbachener Hirtabuam. Sie sind in dem von Robert Scheingraber geleiteten Konzert in der Pfarrkirche Sankt Johann Baptist zusammen mit dem Kinderchor von Sankt Anna aus München und dem Projektchor der Grundschule Bergkirchen aufgetreten. Ohne Sentimentalität, wie von Carl Orff gewollt, verkündeten sie die Weihnachtsgeschichte.

Für die Kinder aus der Gemeinde Bergkirchen war es ein großartiges Erlebnis, mitzuwirken. Die Buben und Mädchen des Chors waren von ihrer musikalischen Leiterin, Martina Schweizer und Robert Scheingraber nach dem Vorsingen ausgewählt worden. Schließlich handelte es sich um anspruchsvolle Stücke, und es galt, sich schnell mit ein paar Handgriffen vom Engel- in den Hirtenchor zu verwandeln. Als nächster Höhepunkt stand der Auftritt am folgenden Tag in Sankt Anna in München-Lehel bevor.

Die äußerst prachtvolle Instrumentalbesetzung mit Gitarren, Lauten, Gamben, Violoncello, Bass, Schlagwerk, Trommeln und Pauken war gewaltig und berührte. Wie Pfarradministrator Albert Hack als Hausherr zuvor bei der Begrüßung gesagt hatte, vereint Orff die Schönheit von Musik und Kunst, und auch Familie Scheingraber habe sich viel Mühe gemacht, die Schönheit von Glauben und Weihnachten zu verbinden.

Mit dem Lobgesang der Kinder, die voller Freude herzerfrischend zum Abschluss den Lobgesang „Gloria in excelsis“ anstimmten, hatten sich alle Mitwirkenden - die Kinder, die herausragenden Instrumentalisten und Robert Scheingraber als Wegbereiter - den frenetischen Beifall verdient.

Im vorangegangenen, längeren Teil des Konzerts, auf den die Besucher und vor allem die kleineren Gäste nicht vorbereitet waren, bewiesen zwei junge Künstler, dass die oft verkannte Blockflöte nicht nur Anfängerinstrument ist. Sie brachten wunderschöne barocke Instrumentalwerke des englischen Komponisten Henry Purcell (1659-1695) und einen „barocken Rock“ von Georg Philipp Telemann (1681-1767) zu Gehör: So schön kann Weihnachten klingen. (ink)

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