„Traut’s Eich“: Zwar keine Fremdsprache, sondern ein Dialekt. In Dachau wurde aber auch der gesprochen. Foto: simone wester

Beste Fremdsprachler in Dachau geehrt

Dachau - Große Ehre für das Dachauer Josef-Effner-Gymnasium:

Bei der diesjährigen Landespreisverleihung Bayern des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen präsentierte sich das Dachauer Gymnasium als perfekter Gastgeber, der mit der Effner-Band und den JEGsters auch für abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung sorgte.

Der Kontakt kam über Sabine Lenz, Lehrerin für Deutsch, Französisch und Englisch am JEG zustande, die seit September 2010 Landesbeauftragte dieses Wettbewerbs für Bayern ist. Der Landeswettbewerb für Fremdsprachen erfährt vergleichsweise hohe Beachtung wie der naturwissenschaftliche Wettbewerb „Jugend forscht“.

505 Schüler der Klassen acht bis elf aller Schularten traten im Einzelwettbewerb an und mussten sehr anspruchsvolle Aufgaben in mindestens einer Fremdsprache bearbeiten. 49 davon konnten die bayerische Landesjury überzeugen, davon 13 im Einzel- und 36 im Gruppenwettbewerb. Die acht besten bayerischen Teilnehmer treten im September beim Sprachenturnier in Weimar an, und haben die Chance, auf Bundesebene ihr Können unter Beweis zu stellen.

In der Aula des Josef-Effner-Gymnasiums präsentierte die Klasse 6c von Schwester Karolin Kuhn des Theresia -Gerhardinger-Gymnasiums in München mit „Bad luck for the vampires“ den Siegerbeitrag des Gruppenwettbewerbs, mit dem die Klasse beim Sprachenfest in Madgeburg im Juni diesen Jahres als eine der 40 besten Gruppen in ganz Deutschland einen dritten Bundespreis für die Schule erringen konnte.

Dass Latein keineswegs eine tote Sprache ist, bewies die 10d des Hallertau-Gymnasiums Wolnzach mit dem Beitrag „Nolo - Ein Lateinrap“. Die Preise bekamen die Sprachtalente, die von der Deutschen Bahn die kostenlose Anreise nach Dachau geschenkt bekamen, aus den Händen von Sabine Lenz und Schulleiter Dr. Kurt Stecher vom JEG sowie von Ministerialrat Robert Gruber und Friedrich Stephan, dem Vorsitzenden der Bundesjury des Bundeswettbewerbs.

Während Gruber lediglich eine nicht enden wollende Demonstration seiner Mehrsprachigkeit zum Besten gab, überzeugte Stephan mit Witz und Charme die Gäste im Josef-Effner-Gymnasium. Er hatte seinen Urlaub nach Bayern verlegt, um bei der Preisverleihung persönlich anwesend sein zu können.

Fremdsprachen öffneten „ungeahnte Türen“, betonte der Vorsitzende der Bundesjury. Eine Sprache ermögliche es, die Welt in anderen Worten zu begreifen und in anderen Klängen zu hören, so Friedrich Stephan in seiner Rede, die er überwiegend auf Deutsch hielt, zur rechten Zeit aber Zitate in anderen Sprachen einbaute. Auch Lehrerin Sabine Lenz schlug in diese Kerbe. Das Beherrschen anderer Sprachen führe zu Verständnis und Toleranz für andere Kulturen. „Traut’s Eich“, forderte die Lehrkraft auf. Audete loqui - wagt es, zu sprechen. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs haben das im positivsten aller Sinne umgesetzt.

sim

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