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Die Blaskapelle Petershausen begeisterte beim Dreikönigskonzert.

Buntes Programm

Besucherrekord beim Dreikönigskonzert

Jetzendorf/Petershausen - Die Blaskapelle Petershausen hat das Publikum beim traditionellen Dreikönigskonzert begeistert. Kein Wunder. Schließlich war es nicht nur ein Konzert, sondern eine große Geburtstagsparty.

Ein großes Geburtstagsfest war das traditionelle Dreikönigskonzert, das die Blaskapelle Petershausen zusammen mit 300 Fans in der Jetzendorfer Schulturnhalle gefeiert hat. Die Blaskapelle Petershausen kann heuer wie keine andere Blaskapelle in der Umgebung auf ein 90-jähriges Bestehen zurückblicken. Und das von Katrin Czerny dirigierte Orchester hat keinerlei Zukunftssorgen.

Die Blaskapelle Petershausen ist eine Wucht: Das zeigte allein schon die Besetzung mit 38 Musikern. Zum Schluss waren es sogar 55 Musiker, die auf der Bühne kaum Platz hatten, weil bei drei Stücken auch noch 17 Kinder und Jugendliche ihr musikalisches Können zeigten – dafür wurden sie mit donnerndem Beifall belohnt. Mit launigen Worten führte Manfred Hildner durchs Programm. Zum Auftakt gab es die „Olympic Fanfare and Theme“ von John Williams. Mit diesem Werk erinnerte die Kapelle an die olympischen Spiele von 1984 in Los Angeles. Die vielen Konzertgäste (es war übrigens ein neuer Besucherrekord beim Dreikönigskonzert waren auch von der „Zeitenwende“ von Kurt Gäble begeistert.

Von der Moderne kamen die Petershauser Musiker im Programm wieder schnell zurück an den Anfang des letzten Jahrhunderts – das passte ausgezeichnet mit „Pomp and Circumstance No.1“. Das Publikum genoss hier auf hohem Niveau gespielt die Regionalhymne Englands. Viele Tanzfreudige hielten es auf ihren Stühlen kaum aus, als der Kaiserwalzer von Richard Strauss’ Sohn erklang.

Zeiter Teil erinnert an Festzüge

Der zweite Konzertteil erinnerte mit dem Heimatlandmarsch an die vielen Festzüge, die die Petershauser in den vergangenen 90 Jahren schon angeführt haben. Dabei gab es eine Art Sternmarsch mit dem Taferlbub voran durch die Turnhalle, ganz nach dem Geschmack der vielen Blasmusikfreunde. Natürlich durfte Ernst Mosch beim Jubiläumskonzert nicht fehlen. Die Löffelpolka erinnerte an den musikalischen Leiter der Original Egerländer Musikanten. Die Verbindung der Tradition mit der Moderne, von jung und alt in der Kapelle, wie es in der Festschrift zum 90. Geburtstag steht, wurde mit dem Stück „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert eindrucksvoll gezeigt. Die Musiker begeisterten mit Variationen über Schuberts „Am Brunnen vor dem Tore“. Jener Lindenbaum aus der ersten Strophe dieses Volkslieds habe, wie Manfred Hildner betonte, Wurzeln, die ihn tief im Erdreich verankern und ihm die Möglichkeit geben, die Triebe in seiner Krone nachwachsen zu lassen.

Tiefe Verwurzelung der Blaskapelle

 „Unsere Blaskapelle hat einen ähnlichen Nährboden“, sagte Hildner. Die große Alterspanne der mitspielenden Musikanten liefere hier den Beweis. Hildner kam sogar zu dem Schluss, dass ein bisschen Verwurzelung gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit auch bei Musikern nicht schaden könne. Dass Katrin Czernys Orchester sich auch im Bereich der Filmmusik Bestnoten verdient, zeigte sich bei dem Stück „Bond... James Bond“ sehr eindrucksvoll. Zum Schluss ging ohne Zugabe gar nichts: Erst nach dem „Deutschmeister“ und der Bayern-Hymne durfte die Kapelle die Bühne verlassen.

ost

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