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Landrat Stefan Löwl wollte aus der Walze gar nicht mehr raus. Die Landratsamt- und Schulz-Mitarbeiter Bernhard Fritz, Hans-Jürgen Schmidt, Christian Lang, Torsten Kohlmann, Bürgermeister Dieter Kugler, Marcus Wilhelm, Peter Lang, Rui Galante und Hassan Sidal (v.l.n.r.) hatten ihre Freude daran.

Straße nach Biberbach wird ausgebaut

Die gefährlichen Kuppen sollen weg

Biberbach - Es ist eine enge, kurvige Strecke mit gefährlichen Kuppen. Doch das ist bald Geschichte. Denn die Straße zwischen Lotzbach und Biberbach wird ausgebaut. Die Arbeiten laufen mit Hochdruck, schon Ende Jahres soll die 4,5 Millionen Euro teure Maßnahme abgeschlossen sein.

Der Ausbau der Straße zwischen Lotzbach und Biberbach ist schon unter Bürgermeister Helmut Blessing vor mehr als 30 Jahren aus Gründen der Verkehrssicherheit versucht worden, doch es ist nie etwas daraus geworden. Nun aber geht dieser Straßenvollausbau auf 2,8 Kilometer Länge mit Vollgas voran.

Dass auf einer Länge von 3,4 Kilometern auch ein Geh- und Radweg entsteht und im Bereich Gänsstall und Durchsamsried zwei Bushaltestellen errichtet werden, freut den Röhrmooser Gemeindechef, Dieter Kugler, besonders. In erster Linie wichtig aber war der Abtrag der gefährlichen Kuppen bei Gänsstall und Biberbach.

Zu der umfangreichen Baumaßnahme gehört auch die Erneuerung des alten Brückenbauwerks durch einen rund 22 Meter langen Wellstahldurchlass mit einem Durchmesser von drei Meter. Auch zwei Regenrückhaltebecken und ein Absetzbecken sowie der Bau eines 600 Meter langen Ableitungskanals, der zum Laffgraben führt, zählt zu dieser umfangreichen Baumaßnahme.

Was Landrat Stefan Löwl besonders beeindruckt, ist das hohe Tempo bei den Bauarbeiten. Der zeitliche Ablauf sieht so aus, dass die Planung und der Grunderwerb bis August 2015 abgeschlossen war. Vor einem Jahr habe der Sachgebietsleiter Tiefbau im Landratsamt, Diplom-Ingenieur Torsten Kohlmann, den Antrag auf Gewährung einer Zuwendung bei der Regierung von Oberbayern veranlasst. Nach der Ausschreibung der Maßnahme im Frühjahr 2016 habe die Firma Schulz den Bauauftrag erhalten.

Vor Ort erinnerte der Landrat daran, dass sich der Baubeginn wegen einiger Bodenbrüter um ein paar Wochen verzögert habe, aber im August schließlich die Baumaschinen anrollten. Dass mittlerweile schon die Schwarzdecke auf der neuen Fahrbahn aufgebracht ist, veranlasste den Landrat zu viel Lob für die am Bau Beteiligten. Was dem Landkreis-Chef auch besonders wichtig war, sind die kurzen Wege bei dieser Baumaßnahme, denn 95 Prozent von dem, was an der einen Stelle von der alten Straße ausgebaut wurde, konnte an anderer Stelle wieder eingebaut werden, so dass sich die Lkw-Fahrten auf ein Minimum reduzierten.

So wurde laut Landrat die Angelegenheit billiger, schneller und besser und aus der Sicht des Umweltschutzes auch vernünftiger.

Wie man von den Baufachleuten erfahren konnte, gab es innerhalb drei Wochen eine Erdbewegung von 20 000 Kubikmeter. Wichtig für das schnelle Vorankommen auf der Baustelle sei nicht zuletzt das vorbildliche Mitmachen der Anlieger.

Tiefbau-Sachgebietsleiter Kohlmann geht davon aus, dass die Baustelle bis Ende des Jahres abgeschlossen werden kann. Entsprechend den Aussagen der verantwortlichen Mitarbeiter der Firma Schulz rechnet man schon in fünf Wochen mit einem Ende der Arbeiten, wenn das Wetter mitmacht.

Die Gesamtkosten der Maßnahme werden mit 4,5 Millionen Euro beziffert, davon sind 3,75 Millionen Euro die reinen Baukosten. Der Rest muss für Planung, Baugrundgutachten, Grunderwerb, Vermessung und Ausgleichsmaßnahmen ausgegeben werden. Seitens der Regierung von Oberbayern wird ein Zuschuss von 2,4 Millionen Euro bereitgestellt.

Der Landrat hat sich bei der Baustellenbesichtigung einen Kindheitstraum erfüllt, indem man ihn auf einer 21 Tonnen schweren Asphaltwalze mehrmals auf einem Teil der ausgebauten Strecke hin- und herfahren ließ.

ost

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