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Für die Bildung nicht zu schade

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Der Einladung der Gemeinde waren viele mit Bildung und Erziehung Befasste gefolgt. Foto: tor
Der Einladung der Gemeinde waren viele mit Bildung und Erziehung Befasste gefolgt. Foto: tor

Indersdorf - Leiter von Tagesstätten, Elternvertreter und Politiker tauschen sich beim Neujahrsempfang im Foyer des Rathauses in Indersdorf aus.

Josef Kreitmeir war Lehrer, bevor er Bürgermeister in Markt Indersdorf wurde. Insofern vermag seine Überzeugung „Bildung ist der wichtigste Faktor in einer Industriegesellschaft“ nicht unbedingt zu überraschen, die der Gemeindechef jüngst auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde kundtat. Im Rathaus konnte Josef Kreitmeir die Leiter und Leiterinnen, aber auch Elternbeiräte der vielen Einrichtungen in der Gemeinde begrüßen, die sich dem Thema Bildung und Erziehung verschrieben haben.

Bildung ist Landes- und nicht Bundesangelegenheit, deshalb waren auch die beiden Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath (CSU) und Martin Güll (SPD) der Einladung gerne gefolgt.

Zahlreich vertreten war nicht zuletzt der Marktgemeinderat, auch wenn Kreitmeir es versäumte, ihn eigens zu begrüßen. Doch das Gremium gehört ja fast schon zum Inventar, stand als Ansprechpartner, praktisch als Mit-Gastgeber bei den Empfängen in der Vergangenheit stets zahlreich zur Verfügung.

So tauschten sich im Foyer Politiker, Rektoren, Leiter von Tagesstätten und Elternvertreter fleißig aus, nachdem sie vom Bürgermeister zuvor mit einigen Fakten versorgt worden waren.

Demnach wurde in der jüngeren Vergangenheit sehr viel Geld in die Hand genommen, um optimale Voraussetzungen für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen. In zehn Jahren wurden laut Kreitmeir mehr als neun Millionen Euro vom Schulverband investiert, unter anderem in die Erweiterung der Haupt- und Grundschule oder in die Sanierung des Schwimmbads. Hierfür gab es natürlich von Bund und Land Zuschüsse, ebenso wie für die Erweiterung bzw. den Umbau der Realschule, den ansonsten der Landkreis schulterte. 420 Kinder werden derzeit im Gemeindebereich betreut, 3000 Schüler unterrichtet.

Beim Blick voraus bilden sich aber auch Sorgenfalten auf der Stirn des Gemeindeoberhaupts. Schuld ist die demographische Entwicklung. Vor zehn Jahren wurden in Markt Indersdorf noch um die 100 neue Erdenbürger begrüßt, aktuell sind es jährlich nur noch etwa 75. Langfristig bedeutet das drei Eingangsklassen an der Grundschule, befürchtet Kreitmeir. (tor)

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