Bislang noch kein Tier erkrankt

Blauzungenkrankheit: Landkreis Dachau ist Sperrgebiet

Das Landratsamt hat den Landkreis Dachau zum Sperrgebiet der Blauzungenkrankheit erklärt. Bislang ist in der Region noch kein Tier erkrankt, aber die Gefahr besteht theoretisch.

Landkreis –   Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche der Wiederkäuer, die durch Viren verursacht und über blutsaugende Mücken der Gattung Culicoides, sogenannte Gnitzen, übertragen wird. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen und andere Tiere nicht gefährlich.

Das Virus wurde in einem Betrieb der Gemeinde Berglen, Landkreis Rems-Murr-Kreis nordwestlich von Stuttgart nachgewiesen. Das gesamte Allgäu sowie die oberbayerischen Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Pfaffenhofen, Neuburg/Donau und Eichstätt sowie die Stadt Ingolstadt sind vom Sperrgebiet betroffen.

Wie das Landratsamt Dachau mitteilte, haben die Tierhalter nun Auflagen zu beachten: Rinder, Schafe, Ziegen, Gehegewild sowie unter anderem Lamas und Alpakas, die noch nicht registriert sind, müssen unverzüglich dem Veterinäramt gemeldet werden. Der Transport von Zucht-, Nutz- und Schlachttieren ist innerhalb des Sperrgebietes nur mit Zulassung der zuständigen Behörde möglich. Für die Blauzungenkrankheit empfängliche Tiere dürfen nur unter Auflagen aus dem Sperrgebiet heraus gebracht werden.

Infos gibt es auf der Internetseite des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter www.lgl.bayern.de.  

Rubriklistenbild: © dpa / A9999 Ralf Roeger

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