Blutiger Streit in Asylunterkunft Altomünster

Messerstecher bekommt fünf Jahre

Altomünster/München – Ein 23 Jahre alter Nigerianer, der in einer Asylbewerber-Unterkunft in Altomünster auf einen Landsmann einstach, muss wegen gefährlicher Körperverletzung sowie vorsätzlicher Körperverletzung für fünf Jahre ins Gefängnis.

Bei der Urteilsverkündung des Landgerichts München II am Dienstag legte er seinen Kopf auf den Tisch und ließ die Worte des Vorsitzenden Richters über sich ergehen. Im September vorigen Jahres stieg eine kleine Geburtstagsfeier in der Asylunterkunft. 

Dabei wollte der spätere Geschädigte, dass sich der Angeklagte Sunday O. mit einem anderen Mitbewohner versöhnt, mit dem er gestritten hatte. Doch das wollte O. offenbar nicht. Stattdessen wurde er aggressiv. Er schlug einen Cousin des Opfers – und schließlich auch das Opfer selbst mit zwei Faustschlägen.

 Es kam zum Gerangel, bei dem O. aus dem Container geschmissen wurde, so dass er auf dem Kies landete. Daraufhin holte er ein Messer. Zwei Zeugen versuchten noch, ihn abzuhalten. Doch er stach damit dreimal auf seinen Landsmann ein – ins Schulterblatt, links neben den Hals und in den linken Unterschenkel. „Das ist auch dem Laien klar, dass das sehr gefährlich und auch tödlich sein kann“, sagte der Vorsitzende Thomas Bott in der Verhandlung. Zugute hielt er Sunday O. das weitgehende Geständnis und die Entschuldigung. 

Zu Lasten ging seine Aggression – vor allem gegenüber einem Opfer, das sich um Frieden bemühte.

Nina Gut

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