Dachauer Jugendpreis: Bei der Übergabe (von links) Petra Böhm, Nadine von Frankenberg, Christa Fischle, Yvonne Schnell, Amela Kadric, Kira Klimt, Ulla Fischle und Sonja Mayer. RDS

Botschafter des Ehrenamtes ausgezeichnet

Dachau - Der Dachauer Jugendpreis 2012 geht an zwei Organisationen und würdigt den ehrenamtlichen Einsatz der Elterniniative KEIO und der Helfer beim städtischen Ferienprogramm.

Träger des Dachauer Jugendpreises 2012 sind die Elterninitiative KEIO, die sich gegen Bereits zum sechsten Mal verliehen Jugendrat und Stadt heuer diese Auszeichnung im Foyer des Rathauses. „Dass sich der Preis auch bei den Jugendorganisationen in Dachau etabliert hat, zeigte sich in der diesjährigen Bewerbungsphase“, sagte Kira Klimt, eine der Sprecherinnen des Jugendrates. Sie fuhr fort: „Die neun Bewerbungen kamen aus den verschiedensten Bereichen der Jugendarbeit.“

Dementsprechend schwer habe sich die Jury aus Vertretern des Jugendrats und der Abteilung Jugend bei der Stadtverwaltung getan. Die beiden Preisträger-Organisationen hätten allerdings als Botschafter des Ehrenamtes aus den durchweg guten Bewerbungen besonders hervorgestochen. Deshalb habe sich die Jury entschlossen, heuer zwei Preise zu vergeben, jeweils dotiert mit 450 Euro.

Der Vereinsname KEIO steht laut Nadine von Frankenberg, der zweiten Sprecherin des Jugendrates, für das Anliegen „Sei kein Opfer“: „Mobbing ist heutzutage leider allgegenwärtig und richtet sich nicht nur gegen ‚anders Aussehende‘ oder Kinder mit Migrationshintergrund, sondern kann jedem passieren. Vor allem Kindern fällt es schwer, ein entsprechendes Erlebnis zu verarbeiten, da sie meistens nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Oft haben sie Angst, überhaupt etwas zu sagen.“ Dieser psychische Druck nehme Kindern die Lebensfreude. KEIO besteht aus ehrenamtlich engagierten Eltern betroffener Kinder. Ziel von KEIO sei es, in Dachau eine Mobbingberatungsstelle aufzubauen, so von Frankenberg. KEIO-Vorsitzende Yvonne Schnell bedankte sich: Da viele Probleme beim Mobbing totgeschwiegen würden, sei hier ein offenes Ohr besonders wichtig, betonte sie.

Während KEIO ein relativ junger Verein ist, so Kira Klimt, seien die ehrenamtlichen Helfer des Ferienprogramms der Stadt Dachau wie Irene Belska schon über 30 Jahre tätig. „Ich selbst habe vor ein paar Jahren daran teilgenommen und war begeistert von dem vielfältigen Angebot mit Sport, gemeinsam Kochen, künstlerisch tätig werden oder ein paar Tage ins Zeltlager fahren.“ Auch Kinder aus Familien, die sich keinen Urlaub leisten können, könnten so mit Gleichaltrigen spielen, hätten Spaß, lernten etwas dazu und knüpften neue Kontakte und Freundschaften. „Das wäre nicht möglich ohne das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die die etwa 1000 Teilnehmer betreuen.“ Neben der abwesenden Irene Belska, die durch Amela Kadric vertreten wurde, nannte Klimt Christa Fischle, Petra Böhm und Sonja Mayer, die sich schon seit zehn Jahren engagieren. (rds)

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