400 Mal Erste Hilfe: Einsatzleiter Dieter Ebermann (Dritter von rechts) und Andreas Fritsch, Franz Meißner, Nadine Hettrich, Bärbel Wolf und Oliver Kunze (v.l.) sowie die vielen anderen BRK-Helfer waren fleißig. Foto:kn

BRK-Wiesnbilanz: Wenig Bierleichen, viele Wespen

Dachau - Die Wiesnwache des BRK hatte heuer erfreulich wenig zu tun. Nach zehn Tagen Volksfest und dem Auftritt von Angela Merkel im Festzelt am Dienstagabend zog Einsatzleiter Dieter Ebermann Bilanz: „Keine besonderen Vorkommnisse heuer, sogar weniger stark Betrunkene als sonst, die Zahl liegt unter zehn.“

Mit rund 30 ehrenamtlichen Helfern war Ebermann auf dem Dachauer Volksfest in Bereitschaft, täglich von 13 bis 24 Uhr. Pro Schicht waren durchschnittlich acht Helfer tätig, die in der im Haus der Erwachsenenbildung eingerichteten Sanitätswache in insgesamt rund 400 Fällen Erste Hilfe leisteten - von der kleinen Verletzung wie einer Blase vom zu engen Schuh bis zur Erstversorgung eines Notfallpatienten mit Verdacht auf Lungenembolie. Die meisten Einsätze waren zum Glück wenig besorgniserregend. „Wir hatten heuer allerdings mehr Wespenstiche als in den Jahren zuvor“, hat Nadine Hettrich beobachtet. Mehr als 50 Mal hatten die aggressiven Insekten während des Volksfestes zugestochen. Leidtragende waren hauptsächlich Kinder, die zum Teil allergisch reagierten.

Während des Volksfestes standen auf dem Parkplatz vor der Wache zwei BRK-Einsatzfahrzeuge durchgehend zur Verfügung. 30 Mal musste der Rettungswagen anrücken, elf Arzteinsätze und neun Notarzteinsätze waren notwendig. Die Arzteinsätze auf dem Volksfest kommen nicht nur Volksfestbesuchern zugute, sondern auch den Schaustellern und den Bedienungen. „Gerade wenn es um die Mitarbeiter geht, ist es wichtig, dass der Arzt hierher kommt, denn wegen einer verstauchten Hand oder wegen einer Schnittwunde würde eine Bedienung ihren Arbeitsplatz nicht verlassen“, erläutert Ebermann.

Er kennt sich aus. Seit 17 Jahren ist Ebermann mit seinem Dachauer Team auch am letzten Sonntag auf dem Münchner Oktoberfest vor Ort im Einsatz.

Für den Besuch der Bundeskanzlerin stockte Dieter Ebermann sein Team auf zwölf Helferinnen und Helfer sowie zwei Notärzte auf. Aber auch dieser Abend mit rund 4000 Besuchern im Festzelt verlief bis Mitternacht ohne Komplikationen. Im nächsten Jahr will Dieter Ebermann die Schichten auf dem Volksfest erweitern und mit seinem ehrenamtlichen Team schon ab 12 Uhr in Bereitschaft sein. „Die Bierzelte öffnen ja um elf und auch so früh kann schon mal was passieren.“ (mm)

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