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Sehr gut besucht war die Bürgerversammlung in Hilgertshausen.

Bürger in Hilgertshausen gefragt

Die Schule soll bleiben

Hilgertshausen - Die Hilgertshausen wollen ihre Schule behalten und sehen keine Notwendigkeit für eine Neubau in Tandern. Das war der Tenor auf der sehr gut besuchten Bürgerversammlung. Für Zündstoff sorgte auch die Einstellung der Geschwindigkeitsüberwachung.

Die Zukunft von Schule und Kindergarten, die vor kurzem vom Gemeinderat beschlossene Abschaffung der Verkehrsüberwachung und die Forderung nach mehr Radwegen waren die Hauptthemen bei den Wortmeldungen auf der von rund 100 Gemeindebürgern besuchten Bürgerversammlung in Hilgertshausen.

Zu den Themen Schule und Kindergarten spannte Vize-Bürgermeister Adi Doldi wie schon bei der Bürgerversammlung in Tandern den SPD-Schulexperten Martin Güll ein, der betonte, dass man die Kinderbetreuung in der Gemeinde zukunftsfest machen wolle. Die von Güll vorgestellten zwei denkbaren Varianten fanden bei einer Reihe von Zuhörern aber wenig Zustimmung, weil man einerseits die Schule in Hilgertshausen nicht verlieren möchte und andererseits auch den Neubau eines Schulhauses in Tandern nicht für notwendig erachtet.

Die Kita-Leiterin in Hilgertshausen, Sybille Zoller, würde es gern sehen, wenn durch den Neubau und die Umsiedlung des Kindergartens auf das Hilgertshauser Schulgelände die Kinderbetreuung nach der Krippe modern aufgestellt würde. Gleichzeitig könnte genügend Platz geschaffen werden, die Schulkinder an einem an den Kindergarten angegliederten Hort zu betreuen. Wie das künftige Konzept aussehen wird, stehe laut Güll auch nach intensiven Beratungen in der Steuergruppe noch in den Sternen.

Für den Vorschlag, in Tandern ein neues Schulhaus zu bauen, gebe es im Gemeinderat keine überzeugende Mehrheit. Zoller erinnerte Güll daran, dass laut Ministerpräsident Seehofer vorgesehen ist, dass in Bayern bis 2018 entsprechend dem Bedarf für jeden Schüler, jede Schülerin bis 14 Jahre ein Ganztagesangebot zur Verfügung stehen muss, was Güll im Falle von Hilgertshausen-Tandern aber anders sieht.

„Es ist nicht Aufgabe der Gemeinde, so etwas in unsere Konzepte einfließen zu lassen“, sagte Güll. Auch die frühere Hilgertshauser SPD-Gemeinderätin Elisabeth Kory hätte schon Ergebnisse von der Steuergruppe im Gemeinderat erwartet. So weit ist man aber leider noch nicht. Das ist auch der Grund, dass der Gemeinderat, wie Vize-Bürgermeister Doldi ankündigte, im Februar die Bürgerschaft näher einbinden will.

Kory wollte auch wissen, wie es mit der Gesundheit der im bestehenden Kindergarten von Hilgertshausen untergebrachten Kinder bestellt ist, nachdem schon vor mehr als einem Jahr dort Schimmel festgestellt wurde. Laut Doldi hat das Gesundheitsamt aber bei einer Überprüfung keinerlei schädliche Aspekte festgestellt.

Der frühere CSU-Gemeinderat Michael Lechner steht auf den Standpunkt, dass der Kindergarten zwischen Schule und Sportzentrum neu gebaut werden sollte. „Da darf man sich doch die Zukunft nicht verbauen“, sagte Lechner im Hinblick auf den im Speckgürtel von München schon in den nächsten Jahren zu erwartenden, verstärkten Zuzug von jungen Familien. Im Gegensatz zu Tandern habe man in Hilgertshausen keine alte sondern eine neue Schule.

Martin Schneider, der auch der älteren Generation angehört, erklärte, dass es auch möglich sei, für einen neuen Kindergarten am bestehenden Schulhaus in Hilgertshausen anzubauen. Die Diskussion zeigte, dass man die Schule am Ort ganz ungern aufgeben will.

ost

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