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Verkehr und Wasserpreis waren Themen auf der Bürgerversammlung in Eisolzried.

Bürgerversammlung in Eisolzried

Wasserpreis treibt Bürger um

Bergkirchen - Die Erhöhung des Wasserpreises im Januar hat in der Gemeinde Bergkirchen für ein bisschen Wirbel gesorgt. Deshalb nahm sich Bürgermeister Simon Landmann auf den aktuellen Bürgerversammlungen viel Zeit, das Gebührensystem zu erklären.

Die zweite Bürgerversammlung im Gasthaus Burgmayr in Eisolzried war mit etwa 60 interessierten Zuhörern plus den Gemeinderäten ebenso gut besucht wie die erste in Oberbachern. Einige Wünsche gab es bezüglich der Verkehrssicherheit, aber große Beschwerden wurden nicht laut.

„Rufen Sie uns einfach an“, forderte Bürgermeister Simon Landmann die Bürger aus den verschiedenen Ortsteilen auf, ihre Anliegen vorzutragen. Von besonderem Interesse war, dass der Baubeginn der Straße und des Radweges von Eisolzried zum Eisolzrieder See nun unmittelbar bevorsteht, nachdem die Grundstücksfragen geklärt wurden. Mit 1,9 Millionen Euro ist die Baumaßnahme veranschlagt. Der Bau bedingt, dass die Gemeindeortsverbindungsstraße von Eisolzried nach Bergkirchen-Gada voraussichtlich bis 31. Oktober vollständig gesperrt ist. Eine Umleitung wird eingerichtet. Die Sperrung geht bis zum Parkplatz des Eisolzrieder Sees, der von Bergkirchen-Gada kommend noch zu erreichen ist. Auch die Bus-Linie 703 wird in dieser Zeit Bergkirchen-Gada nicht mehr anfahren. So lange wie möglich wird versucht, dass die Linie 721 Palsweis anfahren kann.

Für Wirbel hatte die Wasserpreiserhöhung zum 1. Januar 2016 gesorgt, und zwar von 1,38 auf 1,79 Euro pro Kubikmeter, immerhin um 29 Prozent, für die Wasserversorgung in Bergkirchen. Bürgermeister Simon Landmann nahm sich in den Bürgerversammlungen viel Zeit, um Klarheit zu schaffen und das komplexe System zu erklären. In Schwabhausen kostet das Wasser beispielsweise 1,65 Euro, beim Wasserzweckverband Sulzemoos-Arnbach wiederum nur 0,80 Euro. Wer in der Gemeinde Bergkirchen dagegen vom Wasserzweckverband Oberbachern beliefert wird, zahlt nach der Erhöhung statt 0,76 nun 0,85 Euro (zwölf Prozent mehr). Die Rechnungsstellung erfolgt jeweils im Rathaus.

Verschiedene Wasserpreise innerhalb einer Gemeinde stellen keine Seltenheit dar, allerdings nimmt Bergkirchen mit vier Wasserlieferanten einen Spitzenplatz im Landkreis ein. Zurückzuführen ist die Situation auf die ehemaligen sieben selbständigen Gemeinden, die im Zuge der Gebietsreform 1978 zusammengeschlossen wurden und ihre eigene Wasserversorgung hatten, wobei Günding von Dachau aus beliefert wurde.

Eisolzried und Lauterbach wurden dagegen vom Wasserzweckverband Sulzemoos-Arnbach versorgt. Im Moos gab es seinerzeit gar keine zentrale Wasserversorgung, sondern nur Brunnen. Das teuerste Wasser für Eschenried kommt von den Stadtwerken München zum Preis von 1,53 Euro (Stadtwerke Dachau dazu im Vergleich: 0,97 Euro).

Für die Gebührenkalkulation ist die Kostendeckung maßgeblich. Zu berücksichtigen sind: Wassereinkauf, Personal- und Sachkosten, Unterhalt des Rohrnetzes sowie die Abschreibung der kalkulatorischen Zinsen für das Anlagekapital. „Wir sind seit drei Jahren dran, eine andere Lösung zu finden“, so Landmann, „aber das ist eine langwierige Geschichte“. Die Aufrechterhaltung der hohen Wasser- und Leitungsqualität wird auf jeden Fall garantiert, „ansonsten würde in die verkehrte Richtung gespart“ heißt es von der Gemeinde.#

ink

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