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Integriertes Entwicklungskonzept ISEK

Petershausen 2036: Bürger äußern Wünsche 

Wie soll Petershausen in Zukunft aussehen? Im Rahmen des Integrierten Entwicklungskonzepts ISEK waren nun wieder die Bürger an der Reihe und brachten Ideen für Petershausen im Jahr 2036 hervor.

Petershausen – Mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) will sich die Gemeinde Petershausen mit Hilfe der Bürger einen Leitfaden für die kommenden 15 bis 20 Jahre erarbeiten. „Wir wollen die Köpfe in Bewegung bringen“, sagte Bürgermeister Marcel Fath (FW) zur Eröffnung der dritten Stufe der Bürgerbeteiligung. Die Ergebnisse der ersten und zweiten Stufe (Tag der Regionen und Kirchweihmarkt) waren bereits in den vorgelegten und vom Gemeinderat abgesegneten Entwurf eingeflossen.

So waren jetzt wieder die Bürger an der Reihe. Deren Vorstellungen trugen die drei ISEK-Büros noch am Abend zusammen. Sie sollen bald als Dokumentation auch auf der Gemeinde-Homepage für alle zugänglich sein. Das Gesamtkonzept soll im Herbst vorliegen. Wie Moderator Martin Birgel mitteilte, kamen die meisten Vorschläge aus dem Büro Dragomir Stadtplanung.

Häufig gefordert wurden weitere Gastronomieangebote. Auf der Liste fanden sich zudem die Vorschläge Einheimischenmodell, Kindertagesstätten westlich der Bahn und in Kollbach sowie Naturbad und Wellnesstempel. Bürgermeister Fath stellte klar, Glonnwasser dürfe für mindestens zwei Generationen nicht in den Mund von Kindern geraten.

Zum Bereich „Ortszentrum und Ortsbild, Einzelhandel und Gewerbe“ kam unter anderem der Wunsch nach einem Schuhladen, möglichst mit Schuster. Die Bürger forderten zudem, Rathaus und Bürgerhaus gehörten unbedingt ins Ortszentrum. Regionales solle auf einem Bauernmarkt angeboten werden. Vorgeschlagen wurde auch die Kombination von Blumen- und Buchladen sowie ein Repair-Café.

Fürs Handlungsfeld „Frei- und Gartenräume, Naherholung und Glonn“ fasste Sigrid Hacker von Dragomir zusammen: Mehrgenerationenparcours, Kneipp-Möglichkeit, abgeflachte Ufer und Trittsteine an der Glonn.

Kontroversen rufen die Wünsche nach Uferwegen und naturbelassenen Gebieten für die Vogelbrut hervor. „Die Idee ist ganz schön, aber wem gehört das Land“, warf Max-Otto Becker ein. Fath sagte: „Planen geht nur zusammen mit den Eigentümern.“

Zwei Drittel der Vorschläge zum Bereich „Mobilität und Verkehr“ kamen zu Fuß und Radwegen. Engpässe müssten verbreitert, Lücken geschlossen und ein Ringradweg geschaffen werden. Pro und kontra gab es zur Umgehungsstraße, möglichst auch im Westen. Am neuen Edeka-Standort an der Jetzendorfer Straße sei eine Ampel für Senioren nötig, der jetzige Edeka-Standort müsse umgestaltet werden. Aber auch an der Münchner Straße müsse angesichts des Demenzheim-Neubaus von Danuvius etwas für Radfahrer geschehen, forderte Christa Jürgensonn. Vor Schulen und Kindergärten solle generell eine 30er-Zone eingerichtet werden.

Wenig hält Ulrich Glöckl vom Fachbüro TransVer von Einbahnstraßen, da dies den Verkehr durch die Umwegsfahrten eher noch steigere und mangels Gegenverkehr sogar beschleunige.

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