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Bürgermedaillen verliehen (von links): 2. Bürgermeisterin Edith Daschner, Michael Mayr, Bürgermeister Simon Landmann, Eva Hönigschmid und Hubert Kranz.

„Ohne Sie wären wir arm“

Bürgerehrung in Bergkirchen

Bergkirchen - Drei Persönlichkeiten aus Kultur und Sport, die sich über Jahrzehnte in außergewöhnlichem Maße ehrenamtlich eingesetzt haben, hat jetzt Bürgermeister Simon Landmann in einer Feierstunde geehrt.

In der Gemeinde Bergkirchen engagieren sich in verschiedenen Bereichen rund 100 Ehrenamtliche. Drei Persönlichkeiten aus Kultur und Sport, die sich über Jahrzehnte in außergewöhnlichem Maße ehrenamtlich eingesetzt haben, hat jetzt Bürgermeister Simon Landmann in einer Feierstunde geehrt. Der Gemeinderat, zahlreiche Ehrengäste, darunter der Ehrenbürger, Alt-Bürgermeister Hubert Huber, und Beschäftigte der Kommune waren dazu eingeladen.

Die Bürgermedaille in Silber bekamen Eva Hönigschmid aus Eisolzried, Michael Mayr aus Deutenhausen und Hubert Kranz aus Günding. „Ohne Sie wären wir arm“, sagte Landmann.

Eva Hönigschmid ist eine beeindruckende, vielseitig interessierte Frau und unglaubliche 95 Jahre alt. Literatur und Musik sind ihre Leidenschaften, die dazu führten, dass sie die Vision von Pfarrer Josef Eggendinger im Jahre 1981 umsetzte, indem sie aus dem eigenen Fundus den Grundstock für die Pfarrbücherei legte, aus der die Gemeindebücherei entstand. „Mit viel Geschick und Fingerspitzengefühl“ habe sie ein ehrenamtliches Team aufgebaut, so heißt es in der Laudatio von Bürgermeister Landmann, 1994 übernahm dann Inge Bortenschlager die Leitung.

„Unsern Kindern das Lesen näher zu bringen, war und ist Ihr Herzenswunsch“, sagte Landmann. Als „Leseoma“ habe sie in ihren begehrten Lesestunden „ganzen Generationen von Kindern spannende Geschichten erzählt“. Neben der Büchereiarbeit sang Eva Hönigschmid viele Jahre im Kirchenchor und war als Organistin tätig. Ein am 7. Februar 2015, ihrem 95. Geburtstag, vor dem zukünftigen Büchereistandort am Bruggerhaus gepflanzter Walnussbaum wird sie unvergessen machen.

„Ich liebe Eisolzried, ich liebe die Landschaft. Ich hoffe, Ihr wisst, wie schön Ihr es habt“, so wandte sich Eva Hönigschmid, eine „Zugereiste“ aus Südmähren, voller Freude über die Auszeichnung in ihrer Dankesrede an die Anwesenden.

Michael Mayr vertrat seine Ortschaft zwölf Jahre lang im Gemeinderat in der Wählergemeinschaft Eisolzried-Lauterbach-Kreuzholzhausen. „Dein Finanzwissen, verbunden mit einem hohen Maß an praktischem logischem Denken war im Gemeinderat sehr geschätzt, unter anderem als Leiter des Rechnungsprüfungssauschusses von 2002 bis 2008“, so Landmann. Als im Jahre 1986 der Schützenverein Nikolaus Deutenhausen wiedergegründet wurde, übernahm Mayr das Amt des 1. Schützenmeisters, das er bis 2011 innehatte. Bei der Planung des Bürgerhauses, der neuen Heimat für die Schützen, gab Mayr „ein großartiges Beispiel, wie ein Miteinander in der Gemeinde funktionieren kann“. Das alles so reibungslos ablief, habe mit dem Bauausschuss zu tun und „dem Motor des ganzen Projekts, mit Dir lieber Michi“. Seit der Eröffnung des Bürgerhauses 2010 kümmert sich Mayr um den reibungslosen Ablauf und um den Bewirtschaftungsbetrieb: „Er ist der große Kümmerer“.

Zum Schießsport kommt als zweite Sportart der Fußball dazu. Mayr ist seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlicher Jugendtrainer beim TSV Bergkirchen.

Hubert Kranz hat sich um den SV Günding verdient gemacht, und zwar als Gründungsmitglied ab 1969 und als Vereinsvorsitzender ab 1999. „In Deiner Ära haben sich der sportliche und der bauliche Umfang des Vereins ganz gewaltig verändert“, so Landmann. Turnhalle und Vereinsheim mit Gasträumen und Küche waren von den Baumaßnahmen betroffen. Die Sportanlagen wurden erweitert und mit Flutlicht versehen, Umkleidekabinen und Sanitärräume waren zu schaffen. Wegen der oft schwierigen Finanzlage des Vereins streckte der Vorsitzende die Mittel auch schon mal vor.

Kranz sei es immer ein großes Anliegen gewesen, sagte Landmann, den Zusammenhalt der Gündinger Vereine zu fördern und festigen. Große Feste mit bis zu 2000 Besuchern wurden in der Turnhalle gefeiert und der Adventsmarkt ins Leben gerufen, „weil immer die richtigen Personen bereit waren, mit anzupacken“.

Der SVG hat seinem vor kurzer Zeit ausgeschiedenen langjährigen Vorsitzenden mit dem Goldenen Bären gedankt, die Gemeinde Bergkirchen zeichnete ihn mit der silbernen Bürgermedaille aus. Kranz bedankte sich bei der Gemeinde und dem Gemeinderat für die dem Verein zuteil gewordene Unterstützung. Weil man als Vorsitzender gelegentlich „Kante zeigen müsse“, bitte er um Nachsicht, wenn er mal übers Ziel hinausgeschossen sei.

ink

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