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Bürgermedaille für Josef Kopp

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Seit Jahrzehnten engagiert: Josef Kopp (r.) wird von Bürgermeister Konrad Wagner geehrt.  gh
Seit Jahrzehnten engagiert: Josef Kopp (r.) wird von Bürgermeister Konrad Wagner geehrt. gh

Altomünster - Die geselligen Feiern des Marktgemeinderats Altomünster zum Jahresabschluss haben Tradition. Zumeist ist damit auch die Verleihung der Bürgermedaille verbunden. In den kleinen Kreis der Geehrten wurde diesmal Josef Kopp aus Kiemertshofen aufgenommen.

Am Freitagabend war der Jahresabschluss allerdings noch aus einem anderen Grund eine besondere Feier: Zum letzten Mal nämlich saß die „Gemeinderatsfamilie“, so Bürgermeister Konrad Wagners Ausdruck, in dieser Zusammensetzung beieinander. Den Abend hatte Bettina Kneißl, Wagners „rechte Hand“ im Rathaus, beim Kramerwirt in Hohenzell vorbereitet. Den musikalischen Rahmen setzte die „Kaasgrom-Musi“.

Im Mittelpunkt stand diesmal allerdings ein neuer „Würdenträger“. Josef Kopp aus Kiemertshofen ist der 34. Gemeindebürger, der die Bürgermedaille nach einstimmiger Auffassung des Gemeinderats erhielt. Seit 1979 wird die Bürgermedaille an Personen verliehen, die sich jahrzehntelang auf kommunaler oder ehrenamtlicher Ebene engagiert haben. Alle Geehrten dürften stolz darauf sein, mit jahrzehntelanger Arbeit zur Aufwärtsentwicklung und zur Attraktivität der Gemeinde maßgeblich beigetragen zu haben, betonte Bürgermeister Wagner.

Josef Kopp war von 1990 bis 2002 Ortssprecher von Kiemertshofen, danach bis 2008 Gemeinderat, Sozialausschussmitglied, Verbandsrat der früheren Grund- und Hauptschule und zwölf Jahre lang Verbandsrat des Zweckverbands Weilachgruppe.

Fast sein ganzes Leben lang, nämlich 52 Jahre schon, ist der 70-Jährige Mitglied im Schützenverein Eichenlaub Kiemertshofen, war 25 Jahre lang erster Schützenmeister, 17 Jahre im Flurbereinigungsvorstand von Kiemertshofen und 53 Jahre bei der örtlichen Wehr tätig.

Auch den Gartenbauverein Kiemertshofen-Hohenzell hat Josef Kopp mitbegründet und geführt, er singt seit 36 Jahren im Kirchenchor Tödtenried-Kiemertshofen und kümmerte sich 25 Jahre lang um Wild und Wald.

Für das Bürgerhaus Kiemertshofen hat Josef Kopp mit Abstand die meisten freiwilligen Arbeitsstunden geleistet und „ein Zeichen gesetzt, was man durch Zusammenhalt, Gemeinschaftssinn und Kameradschaft in kürzester Zeit alles erreichen kann“, lobte der Altomünsterer Gemeindechef.

Auch im Ruhestand ist der „rüstige Rentner“ in den Vereinen aktiv oder passiv engagiert, pflegt Feld, Fluren und kommunale Flächen in und um Kiemertshofen und springt immer wieder, auch kurzfristig, für Arbeiten ein.

Außer der Bürgemedaille erhielt Josef Kopp eine Urkunde, seine Frau Anni ein Geschenk und einen Blumenstrauß. Kopp trug sich zudem in das Altomünsterer Ehrenbuch ein.

Er selbst fühle sich eigentlich gar nicht als Vorbild, gestand Josef Kopp schließlich schmunzelnd ein. „Wenn ich was mache, dann mach’ ich es gern.“

(sas)

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