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Würdigung des Ehrenamts: Bürgermeister Marcel Fath (hinten) mit den vier neuen Trägern der Petershausener Bürgermedaille samt Ehrenzeichen (v.l.): Eduard Meßthaler, Dr. Manfred Sommerer, Waltraud Baus und Jakob Strohmeier.

Leuchtende Beispiele

Bürgermedaillen vergeben 

Petershausen - Die Gemeinde Petershausen hat vier neue Bürgermedaillenträger. Sie sind leuchtende Beispiele für Engagement und selbstlosen Einsatz für die Gemeinschaft. Immerhin 16 Jahre lang war in Petershausen niemand mehr mit dieser Ehre bedacht worden.

Nach 16-jähriger Pause bekam der Kreis der Petershausener Bürgermedaillenträger mit Waltraud Baus, Dr. Manfred Sommerer, Jakob Strohmeier und Eduard Meßthaler wieder Zuwachs. Das Ehrenamt soll so in Zukunft wieder jedes Jahr gewürdigt werden, erklärte Bürgermeister Marcel Fath bei der Feierstunde in der Grundschulaula.

„Was das Ehrenamt in Wahrheit bedeutet, wollen wir hier wieder als leuchtendes Beispiel für alle herausstellen“, betonte er. Laudator Pfarrer Peter Dölfel sagte über Waltraud Baus, sie habe seit 2004 aus dem Kaffeekränzchen der evangelischen Kirchengemeinde einen „beliebten kulturellen Treffpunkt“ gemacht. Zudem ist sie bis 2013 Mesnerin gewesen. Seit acht Jahren ist sie Mitglied im Verein für Körperbehinderte und Gründungsmitglied der Gruppe Füreinander. Sie besucht ältere Gemeindemitglieder zum Geburtstag oder zusammen mit anderen Damen Bewohner der Pflegeheime in Ebersbach und Pasenbach.

Von 1996 bis 2014 war der gebürtige Petershausener und ehemalige Tierarzt Dr. Manfred Sommerer nach seinem Renteneintritt FW-Gemeinderat sowie die letzten sechs Jahre dritter Bürgermeister, erklärte die frühere Bürgermeisterin Elisabeth Kraus. Seit fast 60 Jahren ist er Mitglied im Sportverein Petershausen, spielte von Kindesbeinen an Fußball. 1976 gründete er dann die Turnabteilung. Über 30 Jahre war er Prüfer zur Abnahme des Bayerischen Sport-Leistungs-Abzeichens, das er bis 2010 selbst 33 Mal in Gold erwarb. Zehn Jahre trainierte er die Leichtathletikkinder.

Daneben pflegte er in Geschichten und Gedichten sowie als Mitarbeiter des „Bayerischen Wörterbuchs“ den bayerischen Dialekt. Furore machte er als Nikolaus im Kindergarten, und seit 20 Jahren wird er als Bass im Kirchenchor geschätzt.

Dritter Bürgermeister Josef Gerer würdigte Jakob Strohmeier. „Wenn Bescheidenheit einen Namen tragen würde, würde wohl Jakob Strohmeier draufstehen“, so Gerer. In der Kirche, den Vereinen und im Sport sei der „Maurer Jakl“ nicht nur ein Kollbacher Original, sondern regelrecht eine Marke. Seit 30 Jahren Vorsitzender des Krieger- und Soldatenvereins Kollbach, engagierte er sich daneben viele Jahre in der Kirchenverwaltung, bei der Renovierung von Pfarrkirche und Pfarrhof, beim gemeindlichen Leichenhaus sowie dem Bau des Sport- und Ortszentrums. Von 2007 bis 2013 war er auch Sprecher der Dorfgemeinschaft Kollbach.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Stadler würdigte Eduard Meßthaler, der 36 Jahre Gemeinderat gewesen ist, davon 24 Jahre im Bauausschuss und vier Jahre SPD-Fraktionschef. Schier nicht enden wollte die Liste von Meßthalers Aktionen und Engagements, angefangen beim alljährlichen Ramadama, über die Initiative für die Blumenwiesen bis zur Leitung des Arbeitskreises „RadInnen“, bei dem es im Innenbereich des Ortes um Schilder, Fahrradstreifen, Fußgängerüberwege und vieles mehr ging. Aber auch landkreisweite Radverbindungen, Naherholung, Biotope, Oxenwegpatenschaft, Beschilderungen und sein Engagement für Dachau Agil oder Dorf und Metropole gehörten dazu.

Zu der Veranstaltung waren rund hundert geladene Gäste erschienen, darunter neben den vier bisherigen Bürgermedaillen-Träger Ernst Hermann, Georg Müller, Lydia Thiel und Eugen Tluck auch die Ehrenbürger Josef Hefele und Ferdinand Kloiber senior. Tluck war es, der mit dem Kammer- und Jugend-Orchester samt den Solist Theresa Wolf, Felix Wittmer und Sabine Kühnl-Ciliberto den musikalisch festlichen Rahmen bot.

rds

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