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Er hatte Größeres vor: Manfred Wickjürgen (l.) verdrängte OB Florian Hartmann und sprach vom Rednerpult aus. 

Bürgerversammlung in der Dachauer Altstadt

Für mehr Tempo 30 in der Nacht

Bei der Bürgersammlung in der Altstadt hat es zum Punkt Verkehr wie so oft die meisten Wortmeldungen gegeben – und sogar einen überraschenden Bürgerantrag.

Dachau – Nachdem schon einige der über 100 Bürger im Ludwig-Thoma-Haus ihrem Unmut über Falschparker, Raser und hohes Verkehrsaufkommen in und um der Altstadt freien Lauf ließen, stand Manfred Wickjürgen auf. Als er das Handmikrofon verweigerte und nach vorne trat, war jedem klar, dass der Mann Größeres vor hatte. Er verdrängte OB Florian Hartmann von seinem Rednerpult und fing an.

In seinem ausführlichen und langen Monolog, der teilweise auch für Belustigung sorgte, versuchte er klar zu machen, warum eine erweiterte nächtliche 30er Zone Sinn machen würde. Denn nicht nur von der Krankenhausstraße bis zum Fabrikberg auf der Mittermayerstraße gäbe es seiner Meinung nach Raser, die die nächtliche Ruhe störten.

Erst vergangene Woche hatte sich der Stadtrat mit 10:5-Stimmen für Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr in der Mittermayerstraße entschieden. Volker C. Kochs Vorschlag, eine Zone ab Mittermayerstraße über die Ludwig-Thoma-Straße bis zur Hermann-Stockmann-Straße zu errichten, wurde dagegen abgelehnt (wir berichteten).

Genau dies schlug nun der Bürger Manfred Wickjürgen auf der Bürgerversammlung erneut vor. Nachdem der OB noch einmal zusammenfasste, um was es beim Bürgerantrag geht, wurde abgestimmt. Die Mehrheit der Bürger stimmte Wickjürgens Antrag zu, auch wenn es viele Enthaltungen gab. Somit wird der Bürgerantrag im zuständigen Gremium behandelt. Ob die Stadträte diesmal anders entscheiden, wird sich zeigen. Vielleicht konnte Wickjürgen ja den einen oder anderen der Stadträte überzeugen. Ein Bericht über die Bürgerversammlung folgt. miriam kohr

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