Buntes Programm beim Ball im Gasthof Ostermair08

Kollbacher Vereine feiern Fasching

Kollbach - Die Kollbacher Vereine haben ihren Faschingsball gefeiert. Es war viel geboten: eine ungewöhnliche Tanzeröffnung, fesche Gardemädchen und Burschen – und die wohl teuerste Torte in der Umgebung.

Der Ball der Vereine in Kollbach im Gasthof Ostermair gehört zu den größten traditionellen Faschingsveranstaltungen in der Gemeinde Petershausen. Wie der Weiberfasching in Kollbach und das Faschingstreiben nach dem Petershausener Faschingszug ist er sehr beliebt. Dieses Jahr kamen 64 zahlende Besucher. 

Zum Auftakt begrüßte Josef Gerer, Sprecher der Gemeinschaft Kollbach, die Besucher. Dann gab es die Proklamation des Schützenkönigs Franz-Josef Triffterer von der Schützengesellschaft Gemütlichkeit (SG) Kollbach.

 Inoffiziell eröffnete erster Schützenmeister Hermann Kiermeir den Tanz mit seiner kleinen Tochter Magdalena (5) zu den Klängen der Band Lost Hair Duo. Offiziell gebührte diese Ehre natürlich dem Schützenkönig Triffterer mit seiner Schützenliesl Marianne. Schließlich schwangen auch die anderen Besucher das Tanzbein. 

Einer der Höhepunkte des Abends war der Auftritt des Faschingsvereins Kammerberg-Fahrenzhausen. Immer wieder erstaunlich ist es, wie die 13 Gardemädchen und fünf Burschen samt Prinzenpaar – heuer Julia I. und Hubert II. – ihre Darbietungen trotz begrenzter Raumhöhe aufs geflieste „Parkett“ zaubern. Der Showteil beim zweiten Auftritt der Garde stand unter dem Motto „Highway to Rock“. 

Die Kammerberger Narren geizten auch nicht mit Faschingsorden. Sie überreichten einen Orden an Hermann Kiermeir, den Retter der SG, der im vergangenen Herbst den SG-Vorsitz übernommen hatte, an Schützenkönig Triffterer und an seinen Vorgänger Bürgermeister Marcel Fath. Letzterer bekam bei der Übergabe allerdings die Auflage mit, wieder öfters zum Schießen zu kommen. Auch SG-Kassier Ulrich Höchner, der langjährige Schriftführer des 1. FCK Gerhard Grund und Peter Enzensberger durften sich mit dem Kammerberger Faschingsorden schmücken. 

Schließlich wurde es noch einmal spannend: Es ging um die Versteigerung der Eierlikör-Torte, die Schützenliesl Marianne Triffterer gebacken hatte. Auktionator Norbert Hammerl gelang es durch hartnäckiges Pendeln zwischen den Seiten des Lokals, den Erlös auf 200 Euro zu treiben: Bei 16 Tortenstückchen bedeutet das immerhin einen stolzen Einzelwert von 12,50 Euro. Den Zuschlag bekam nach hartnäckigem Steigern Feuerwehrvorstand Dr. Harald Amon, für den es um mehr als nur um das Geld ging. Die Veranstalter freuten sich sehr über die Einnahmen und über den gelungenen Faschingsball.

Reinhard-Dietmar Sponder

Rubriklistenbild: © rds

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